Thursday, March 01, 2007

CD-Rezension: Emily Smith. a different life

Emily Smith. a different life

White Fall Records 2004
12 Tracks, 52:57, mit englischen Infos und Fotos

Zweites Album der neuen Stimme aus Schottland

Nach dem wunderschönen Konzert von Emily Smith, Steve Byrne und Jamie McClannan im Feuerschlösschen darf ich nun auch ihre neue, wenn auch schon laut Booklet 2004, laut Homepage 2005 erschienene CD rezensieren. Um es kurz zu machen: Es ist ein sehr sehr schönes Album!

Na gut, etwas mehr schreibe ich doch noch. Emily zeigt exzellent, dass sie sowohl getragene Balladen, als auch druckvollere Songs glaubhaft rüber bringen kann, und zwischendurch gibt es auch das eine oder andere Instrumental, bei dem sie das Akkordeon bedient. Ihre Stimme klingt zugleich zart und markant, nicht so hoch wie die vom Cara Dillon, mit der ich sie sonst gerne vergleichen möchte. Songtexte sind im Booklet leider nicht vorhanden, aber die findet man auf ihrer Homepage. Das mich schon im Konzert sehr berührt habende Lied über ihre Großmutter ist jedenfalls auch dabei.

Die Namen der Mitmusiker findet man hinten im Büchlein, denn die CD ist auf Emily als Solistin zentriert, so dass auch kein Wort von „Emily Smith Band“ zu finden ist. Bei der Instrumentbegleitung fällt hier und da eine besonders gespielte Flöte auf, aber nein, das ist nicht Jamie, denn der muss ja Geigen, und die gleichzeitige Flöte verdanken wir keinem Overdub (ja ich habe ein neues Wort gelernt;-)), sondern keinem Geringeren als Brian Finnegan. Wer ist nun aber alles mit dabei? Emily Smtih (Stimme, Piano, Akkordeon), Jamie McClennan (Fiddle, Stimme), Steve Byrne (Gitarre, Zister, Bouzouki), Brian Finnegan (Querflöte, Whistle), Duncan Lyall (Doppelbass), Martin O’Neill (Bodhrán, Shaker), Sarah Murray (Cello), Jonna Inge (Viloa), Andy Saunders (Französisches Horn), Hamish Hapier (Hintergrundgesang) und Paul Jennings (Perkussion), also ein kleines Symphonieorchester, na ja, fast. Alle zusammen machen aber auch wirklich eine so dichte, vielschichtige, aber doch noch übersichtliche Musik, ohne zu viel an Schnörkeln, aber auch nicht ohne. Und über allem (außer den Instrumentals) schwebt Emilys Stimme, in der Klarheit eines blauen Himmels über den schottischen Inseln in der Nordsee.

Hier die Trackliste:
1. The Bonny Labouring Boy
2. Always a Smile (das ist das Lied über die Oma)
3. Edward of Morton
4. The Tressle Bridge
5. Strong Winds of Autumn
6. Go to Town
7. It Fell About the Martinmas
8. Bonny baby Kate
9. The Lochmaben Harper
10. The Lowlands of Holland (mit einer neuen Melodie)
11. The Salt Necklace
12. Far O’er the Forth


Emily Smith:
http://www.emilysmith.org/
White Fall Records:
http://www.whitefallrecords.com/

Frühere Rezi von mir zu Emily Smith:
Emily Smith Band am 6.2.2007 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef
online: http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2007/02/konzertrezension-emily-smith-band-am.html
und zu Brian Finnegan:
Flook am 21.11.2004 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/11/konzertrezension-flook-am-21112004-in.html bzw. http://tinyurl.com/8e5sg


MAS