Sunday, October 08, 2006

Konzertrezension: Pure Irish Drops - Music from the Déise am 8.10.2003 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel

Pure Irish Drops - Music from the Déise am 8.10.2003 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel

Die 18. Pure Irish Drops Tour in Deutschland, zum zehnten Mal zu Gast in der Brotfabrik, und nun zum dritten Mal hintereinander am 8. Oktober, Petra und ich besuchten es zum vierten oder fünften Mal. Das Datum sollte man beibehalten, symbolisiert die 8 doch die Unendlichkeit, und so doppelt (der Oktober ist ja der achte Monat im römischen Kalender, wie der Name schon sagt) genommen, sollte das ein gutes Omen sein. Waren die letzten beiden Jahre Personen gewidmet, nämlich 2004 Micho Russel und 2005 Turlough O’Carolan, so nahm man nun wie 2003, als Nordirland das Thema war, wieder eine Region Irlands zum Motto, nämlich den Landstrich Déise in Südostirland, aus dem die drei Musiker des Abends kamen: Dónal Clancy (Gitarre), Fionn Mac Giolla Chuda (Fiddle) und Benny McCarthy (Knopfakkordeon, Melodeon). Der angekündigte Donnchadh Gough (Uillean Pipes, Bodhrán, Tin Whistle) war also nicht dabei. Veranstalter Florian Fürst kündigte an, dass man nun also typische südostirische Musik zu hören bekomme, während sonst ja meistens westirische Musik bekannt sei.

Wie verhielt es sich aber damit? Sie spielten rein instrumentale Airs, Hornpipes, Polkas Jigs und Reels, von denen mir nicht wenige Tunes bekannt waren, obwohl ich mich noch nie mit Déise beschäftigt habe, aber die Cliffs of Moher z.B. liegen ja auch im Südwesten. Sie spielten sie sehr schön, die Airs verträumt und doch von einer inneren Spannung durchzogen, die Tanztunes schnell, rhythmisch, groovig, wie es sich für Spitzenmusiker von der grünen Insel gehört. Was aber war nun typisch südostirisch? Ich fragte ein paar Fachleute: Sabrina Palm (Whisht! u.a.) meinte, es seien die Airs, Florian Fürst meinte, es seien die Stücke, die sie solo spielten, während die zusammen gespielten Stücke irisches Allgemeingut seien, Ellen Jeikner (Currach u.a.) meinte, es sei die besondere Art, wie die Stücke gespielt wurden. Aha! Nun gut, da fehlte mir wohl die Kenntnis der Tune-Vielfalt und das feine Gehör, um das von meiner seite so zu spezifizieren. Ich dachte schon, dass einige Melodien, vor allem eine Polka und zwei Reels, die auf dem Melodeon gespielt wurden, sich für mich französisch bzw. quebecois bzw. cajunmäßig anhörten, das sei es. Nein, meinte Sabrina, da höre sich nichts französisch an, und Florian meinte, es gebe einen so regen Austausch der Musiker, da könnten die Tunes überall her kommen und von überall her beeinflusst sein. Einig waren wir uns aber darin, dass die Spielweise sehr traditionell war, Sabrina nannte es „erdig“, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass Musikrezensionen ein bisschen wie Weinverkostungen sind. Mir fehlten ein wenig die Variationen bei den Wiederholungen, Sabrina meinte, da seien genug von dabei, ja so kann man diskutieren: „der Riesling hat einen erdigen Abgang“, „nein, einen fruchtigen“, ...

Ach lassen wir die Fachsimpelei, denn so simpel ist die gar nicht, und ich sage einfach, es war ein sehr schönes Konzert, das mich davon überzeugte, dass auch Südostirland eine blühende und faszinierende Musiktradition und –kultur hat, war ich im Übrigen nie bestritten habe.

Mehr Infos zu den Musikern findet man hier:
http://www.parterre.net/kultur/pure_irish_drops06137170118

http://www.brotfabrik-bonn.de/

frühere Pure Irish Drops – Rezis von mir:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/10/konzertrezension-pure-irish-drops-am.html bzw. http://tinyurl.com/acx5c
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/10/konzertrezension-pure-irish-drops-in.html bzw. http://tinyurl.com/csqne
MAS

Saturday, September 30, 2006

Konzertrezension: Paul Millns & Butch Coulter am 30.9.2006 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef

Paul Millns & Butch Coulter am 30.9.2006 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef

Nein, es war nicht der von Jutta Mensing extra angekündigte Zwiebelkuchen und Federweißer, der Petra und mich dazu veranlasste, mal wieder das Feuerschlösschen aufzusuchen, sondern ich gebe zu, dass mir diese Einrichtung als nichtkommerzieller Verein besonders sympathisch ist und Speis und Trank dort zwar nicht in für Restaurants typische Weise, sondern so eher wie bei Straßenfesten üblich kredenzt werden, dafür aber auch erschwinglicher sind. Und vor allem Petra als alter Alexis Corner-Fan lockte auch die Ankündigung, dass Paul Millns mit ihm zusammen musiziert habe.

Es war nun also ein Konzert mit zwei Musikern, deren einer (Paul Millns aus England) Klavier spielte und Sang und deren anderer (Butch Coulter aus Kanada) die Gitarre und die Mundharmonika (blues harp) bediente. Trotz dieser sparsamen Besetzung boten die beiden eine mitreißende Musik, die auch zeigte, wie vielfältig Blues sein kann. Von den Texten verstand ich nicht viel, obwohl ich englisch kann und Paul ein gut verständliches englisches Englisch sprach, aber wenn es gesungen wird, achte ich meistens mehr auf die Musik und nicht auf die Texte. Natürlich sang er von der Liebe, die bisweilen nicht so langsam wie ein Eselsritt sei, und er sang Kritisches über Tony Blair, aber mehr kann ich jetzt dazu nicht sagen. Stilistisch kam neben dem typisch cool wiegenden Bluesrhythmus auch einiges an Boogie und an Ragtime vor, und einiges Lieder klangen nach englischem Folk oder nach Country, nur eben am Klavier, nicht auf der Gitarre gespielt. Butch bediente die Gitarre die meiste Zeit über sehr zurück haltend mit einfachen Akkorden, die man neben dem Klavier kaum hörte, aber seine besondere Stärke war die Mundharmonika. Ich möchte sagen, und die vielen Zwischenapplause, die er zeigten, dass nicht nur ich es so empfand, dass er Paul damit ein wenig die Show stahl, ähnlich wie Ralf Grottian es mal beim Bonner Folktreff mit dem Eifelslider tat. Butch holte aus seiner Bluesharp Töne heraus, die mich an der E-Gitarrenspiel von Carlos Santana oder Carol Knauber erinnerten. Einfach sagenhaft!

Ja, doch, Juttas Zwiebelkuchen wäre abgesehen von der Musik auch den Abend wert gewesen. Sie gab etwas Kümmel hinzu, damit er bekömmlicher ist.

Und da ich nun über Speis und Trank rede, möchte ich für Bierfreunde mal wieder was hinzu fügen; die anderen Leser(innen) können hier mit dem Lesen aufhören. Beim FiF gibt es ein schönes Sortiment an Flaschenbieren: Guinness Extra Stout, Newcastle Brown Ale von den Inseln, also von weit her, und eine Menge Biersorten der fast benachbarten Steffens Brauerei in Linz-Casbach: Steffi (Kölsch), Alt, Pils, Braunbier (was ich besonders mag), Hefe-Weizen, Kräusen, Malzbier, Radler. Ich erfuhr aber letztens und ließ es mir vom Brauereichef Christian Runkel bestätigen, dass die Brauerei den Braubetrieb eingestellt hat. Sie lässt ihrer Biere nun im Lohnbrauverfahren herstellen und zwar die Obergärigen in Herborn bei der Bärenbrauerei und die Untergärigen und Mixgetränke in Alsfeld bei der Alsfelder Brauerei, also ca. 100 bzw. 200 km von Linz entfernt. Die Ursache für diese Entscheidung war die zu hohe Konkurrenz durch die sogenannten Fernsehbiere (also die mit Fernsehwerbung) und die Billigbiere. Der Jahrsausstoß der Steffensbrauerei ging so von 50000 auf 20000 Hektoliter im Jahr zurück, eine für eine Brauerei in der Größe technisch und wirtschaftlich zu geringe Menge. Die Moral von der Geschicht’, warum ich das hier thematisiere ist die: Wenn Ihr gerne Bier trinkt, dann schaut doch zu, dass Ihr hauptsächlich a) der Umwelt zuliebe Biere mit wenigen Transportkilometern, b) der Arbeitsplätze zuliebe Biere kleiner und mittlererer (Privat-)Brauereien, c) der Biervielfalt zuliebe auch unterschiedliche Biersorten trinkt. Geschmacklich wird dabei jeder etwas finden, was ihm mundet, während die Auswahl an „Fernsehbieren“ geschmacklich viel eintöniger ist und Fernseh- und Billigbiere zumeist in solchen Megabrauerein hergestellt werden, dass sie weniger Arbeitsplätze bieten, als die vielen kleinen Brauereien zusammen. Das meine ich ganz (bier)ernst.

http://www.paulmillns.co.uk
http://www.folkimfeuerschloesschen.de.vu
http://www.brauerei-steffens.de/

MAS

Sunday, September 24, 2006

Konzertrezension: Eitre am 24.9.2006 bei Frau Holle in der Bonner Altstadt

Eitre am 24.9.2006 bei Frau Holle in der Bonner Altstadt

Es kommt ja selten vor, dass ich mir innerhalb eines halben Jahres zweimal die selbe Band anhöre, aber wenn man zweitens so nett eingeladen wird und erstens die Musik so spitzenmäßig ist, kann ich doch nicht nein sagen. Und da es wirklich nett war bei Frau Holle schreibe ich auch ein paar Zeilen dazu.

Zur Musik selber brauche ich eigentlich nicht viel zu schreiben, denn die war nicht viel anders als am 11.5. im Feuerschlösschen oder auf der CD, nur dass sie gänzlich ohne Mikrophone spielten und dass Kevin nicht Tin Whistle spielte, sondern „nur“ Flute und Low Whistle, während Marco außer seinen Uilleann Pipes auch die Tin Whistle bediente. Und ich sollte vielleicht doch mal die nationalen Provenienzen der fünf Musiker erwähnen (in der Hoffnung, dass ich diese jetzt richtig auf die Reihe kriege), denn immer wieder werden diese falsch vorgestellt, so auch an diesem Vormittag (ja, es war eine Matinee, die um 11.30 Uhr begann):
Dag Westling ist ein in Deutschland (Berlin) geborener Schwede, der jetzt in Schweden (Stockholm) lebt,
Esbjörn Hazelius ist ein in Schweden (Schonen) geborener Schwede, der auch in Schweden (Stockholm) lebt,
Fredrik Bengtsson ist auch ein in Schweden (Schonen) geborener Schwede, der ebenfalls in Schweden (Stockholm) lebt,
Kevin Ryan ist ein in England geborener Ire, der jetzt in Irland lebt, und
Marco Pollier ein Frankreich (Nancy in Lothringen, also nicht in der Bretagne) geborener Franzose, der auch in Frankreich lebt.

Diese fünf verstanden es auf’s Beste mit Pipes, Flute, Whistle, Gitarre, Banjo, Cittern, Bass und Gesang auch den eventuell am Samstagabend etwas länger Aufgebliebenen den letzten Rest der Sonntagmorgenträgheit aus den Nerven und Gliedern zu treiben. Zwar tanzte nur ein kleines Mädchen sichtbar, aber im Inneren tat das bestimmt jeder im Publikum, das eng gedrängt auf Klappstühlen saß, oder in der ersten Reihe auf einem alten Sofa.

Zum Etablissement muss ich auf jeden Fall was schreiben. Es ist eigentlich eine kleine Modeboutique mit einer nostalgischen Café-Theke. Ich fragte mich, wo denn hier die Musiker spielen sollten, etwa zwischen den Kleidern im Schrank oder dahinter. Der zweite Gedanke war so verkehrt nicht, denn zumindest um auf die Toilette zu kommen musste man ein Regal aufklappen und durch eine versteckte Tür entschwinden. Geheimnisvoll! Aber im Grunde war es doch profaner, denn durch eine schmale Einfahrt gerieten wir in einen kleinen Innenhof, und von dort aus in Nebengebäude. Dag meinte, es sei wohl der schönste Hinterhof Deutschlands, und wenn man de herein komme, sei es, als betrete man eine andere Welt. Dem schließe ich mich an. Die Zeiten, in denen das eine heutige Atelier als Waschküche benutzt wurde, ist lange vorbei, heute befindet sich dort ein Büro und eine Bibliothek und eben ein Atelier, und in dem anderen Raum, in dem das Konzert in gemütlicher Enge stattfand, so dass die Zuhörer in der ersten Reihe den Musikern beinahe auf den Füßen saßen, ist ansonsten ebenfalls ein Maleratelier. Und im Hof selber stehen Tische, Bänke und Stühle bereit, damit man noch in Ruhe einen Kaffee oder anderes schlürfen kann. Weg vermutet solches hinter den Fassaden der Altstadt aus dem 19. Jahrhundert? Schaut mal auf die Frau Holle-Homepage, wann sie die nächste Matinee haben, und dann geht da mal hin, es lohnt sich! ich glaube, es ist jeden vierten Sonntag im Monat.

Den Auftritt von Eitre hat übrigens unser guter alter Ralf Wackers vermittelt.

http://www.eitre.com/
http://www.frau-holle.com/matinee.0.html


Vgl. auch meine Konzertrezi unter:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/05/konzertrezension-eitre-am-1152006-beim.html
und die CD-Rezi unter:
Link kommt noch

Thursday, September 14, 2006

CD-Rezension: Eitre. The Coming of Spring

Eitre. The Coming of Spring

Sjelvar Records HB (www.sjelvar.com) 2005 mit Fotos und wenigen englischen Infos
11 Tracks, 50,18 Minuten

Am 11.5.2006 spielte die schwedische Irish Traditional Rythm’n’Reel Band Eitre im Feuerschlösschen in Bad Honnef, wovon ich ganz begeistert berichtet habe. Nun, rechtzeitig bevor sie am 24.9.2006 bei Frau Holle in Bonn wieder auftreten, schickte mir Dag Westling deren 2005 erschienene CD „The Coming of Spring“, die sich auch im Spätsommer und Frühherbst gut anhört.

Es ist eine sehr feine Musik, die die Schweden Dag Westling (Gesang, Gitarre, Five-string Bajo), Esbjörn Hazelius (Fiddle, Zister, Gesang), Fredrik Bengtson (Doppelbass), der Ire Kevin Ryan (Querflöte) und der Franzose Marco Pollier (Uilleann Pipes, Tin Whistles) auf dieser Scheibe darbieten. Sie beginnt rasant schnell mit dem Reelset „Fairy Reel“, von dem ich auch auf dem Konzert schon so begeistert war, mit den im ersten und zweiten Reel unterschiedlich nacheinander einsetzenden Instrumenten. Rasend schnelle Reels sind zu Hauf auf der CD, in unterschiedlichen Arrangements, immer wieder mit Solo-Teilen zum Beispiel der Uilleann Pipe dabei, die mir Schauer der Spannung und Spannungsentladung durch den Körper jagen. Und keine kleinste Passage wirkt trotz des Tempos gehetzt, vielmehr fließt, treibt, groovt die Musik dahin, keine Anstrengung ist ihr anzuhören, wie es bei guten Akrobaten ja auch sein soll.

Die von Dag und Esbjörn gesungenen Lieder bilden dazu einen Kontrast, denn sie sind langsam vorgetragen, manche langsamer, als ich die gleichen Lieder von anderen Interpreten kenne, aber immer begleitet mit einem minutiösen Gitarren- und meistens doch wieder angereichert mit einem flotten Zwischenspiel. Alles in allem, das habe ich auch zum Konzert geschrieben, wird die Musik sehr weicht gespielt, auch wo Pipe und Fiddle hohe Töne anschlagen.

Auch an die CD ging ich mit dem Interesse heran, ob da nicht doch etwas heraus zu hören ist, das schwedisch klingt. Esbjörns Englisch hat wohl einen etwas schwedischen Akzent, aber es ist doch alles original irische Musik oder solche von irisch stämmigen Nordamerikanern. Doch da ist eines, das klingt etwas anders, obwohl von Tomy Peoples, also einem Iren, komponiert und zwar „Tomy Peoples’ Mazurka“, die mir auf einer CD mit svensk folkmusik nicht als fremd aufgefallen wäre, die teilweise aber auch deutsch klingt. Sie ist der erste Teil des Sets dessen Namen die CD bekam, dessen zweiter Teil, der auch „The Coming of Spring“ heißt, dann aber doch wieder ein typisch irischer Jig ist. Zwischen Mazurka und Jig bildet ein Gittarrenintermezzo eine Pause, die den Fluss dieses Sets etwas stört und das Durchtanzen wahrscheinlich verhindert, sofern man überhaupt tanzend von einer Mazurka zu einem Jig wechseln kann. Es ist wohl doch eher Zuhör- als Tanzmusik, aber das ist ja auch typisch für irische Instrumentals, wie mir Tänzer immer wieder mal vermitteln. Tilman Teuscher sagte mir letztens in einem Interview über die Hummelkurse, dass in der Irish Folk Music in den letzten 30, 40 Jahren die Session- und die Tanzszene in ihren Spielweisen wie eine Schere auseinander klafften. Nehmen wir diese CD also als Repräsentantin der Session- und Konzertszene und zwar als Spitzenrepräsentantin.

Ich kann also allen Freundinnen und Freunden erstklassiger Irish Traditional Music nun guten Herzens zwei Schritte des Vorgehens empfehlen: 1. Zum Konzert zu Frau Holle kommen und 2. Geld für eine CD mitbringen. Nein, ich werde nicht für diese Werbung bezahlt, sondern bekam nur die übliche Rezi-CD. Sollte Dag im Hinterkopf gehabt haben, dass die Rezension eine Werbung werden könnte, liegt das wohl an der Konzertrezi vom Mai, aber die Musik hat es auch wirklich verdient!

Inhalt:
Fairy Reel (Fairy Reel / The Man from Banduran / McFadden’s Favourite)
William Taylor
Princess Nancy (Princess Nancy, The Tar Road to Sligo / Thompson’s Jig)
Brackagh Hill
Killarney Boys of Pleasure (Big John’s Reel / Pickinig the Spud / Killarney Boys of Pleasure)
Flat River Girl (Flat River Girl / The Rose in the Heather)
Sliabh Geal gGua (Sliabh Geal gGua / The Garden of Daisies)
Coleraine Regatta (Coleraine Regatta / The Lads of Laois)
The Coming of Spring (Tommy Peoples Mazurka / The Coming of Spring)
The Flower of Magherally
The Crosses of Annagh (The Glen Road to Carrick / The Porthole of the Kelp / The Merry Sisters / The Crosses of Annagh)

(Das Lies “Flat River Girl” ist mir ansonsten unter dem Namen “Jack Haggerty” bekannt.)

http://www.eitre.com/

Vgl. auch meine Konzertrezi unter:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/05/konzertrezension-eitre-am-1152006-beim.html

Johannes Schiefner rezensierte die CD auch schon mal:
http://www.folker.de/200503/rezi-eu.htm#02

MAS

Friday, September 08, 2006

Konzertrezension: Ben Bulben am 8.9.2006 im Bungertshof in Königswinter-Oberdollendorf

Ben Bulben am 8.9.2006 im Bungertshof in Königswinter-Oberdollendorf

Es war schon vier Jahre her, dass ich Ben Bulben zum letzten Mal hörte, und zwar beim 1. Bonn Irish Folk Festival 2001. So war es höchste Zeit, da mal wieder rein zu hören, wobei der gemütliche Bungertshof zudem die richtige Atmosphäre zum Ausklang unseres kurzen Moselurlaubes bot.

Nun standen dort fünft Musiker(innen) auf der Bühne, wobei es unsinnig ist zu beschreiben, wer wo stand, da sie ihre Positionen ständig wechselten. Ich war mir auch gar nicht ganz sicher, wen außer Uli Wosnitza von ihnen ich noch kannte und wen nicht. Uli bediente die Tin und Low Whisltes, den E-Bass, das Bodhrán und die Cajon, Christoph Antony die Fiddle, die akustische Gitarre, den E-Bass und seine Stimmbänder, Joe Thar, den ich wirklich zum ersten Mal sah und hörte fungierte als Hauptsänger und A- und E-Gitarrist, Claudia Anthony die Querflöte, das Keyboard, die Percussion und ihre Stimme und Judith Bergerhausen tat es instrumentell Claudia gleich. Die beiden waren 2001 auch schon dabei.

Bevor es irisch zur Sache ging, erklang die Titelmelodie von „James Bond“ und Christoph stellte die Band vor: „Unser Name ist Bulben, Ben Bulben“. Später gab es auch noch die Medodie von „Mission Impossible“, aber abgesehen von diesen Gags blieben sie bei irischen und einigen schottischen Songs und Tunes, bei denen sich schnelle Jigs’n’Reels mit getragenen Balladen abwechselten. Bei den schnellen Stücken kamen sie mir anfangs noch zu hastig vor, zu wenig fließend, doch legte sich das im Laufe des Konzertes. Die Lieder aber waren durchweg so schön arrangiert, zum Beispiel wurde Joes Stimme von den Damen mit Satzgesang beleitet, wobei Männer- und Frauenstimmen leicht versetzt klangen. Selbst das oft gehörte „Back home in Derry“ war keineswegs langweilig, sondern mit Chorgesang und Querflötenzwischenspielen aufgepeppt, ohne dass es aufgesetzt wirkte. Auch mit Whistles und Querflöten gaben Uli, Claudia und Judith mehrstimmige Partien zum Besten, und es gab Passagen mit versetzten Rhythmen, Jazzeinlagen auf Flöte und Keyboard, funkige und rockige Gitarrenriffs, und sie spielten auch Reels wie „Cliffs of Moher“ und „Toss the Feathers“ sehr fließend und überzeugend. Dass Christoph sich am Schluss bei der vorletzten Zugabe den Finger zwischen den Fiddlesaiten klemmte, tat mir sehr leid, nicht nur seinetwegen, sondern weil ich dann sein Spiel nicht mehr genießen konnte. Aber vielleicht sollten sie auch nicht unbedingt auf Hochgeschwindigkeitsspiel setzen, sondern noch mehr auf den Fluss der Musik.

Anders als bei den Lokal Heroes (deren neuste CD in der Pause lief) stimmt es hier wirklich, dass kein Bandmitglied seine Brötchen mit Musik verdient. Eine Probe pro Woche in Vinxel reichte aber aus, die Band sich so vorteilhaft entwickeln zu lassen. Es war ein wahrer Genuss, ihrer Musik zuzuhören! Nur sollten sie es meiner Meinung nach sein lassen, das Publikum zum Mitklatschen zu animieren. Entweder klatschen die Leute von selber mit oder sie hören ruhig zu, aber das sollte man ihnen nicht vorschreiben, zumal viele Leute einfach totlangweilig mitklatschen und den Genuss der Musik stören. An einem Tisch neben uns wurde zuerst laut geschwätzt, bis ich ihnen sagte, dass das störe, aber hinterher klatschten sie nicht nur klapp -- klapp -- klapp, sondern klapp-klapp-klapp – klapp – klapp-klapp – klapp – klapp-klapp-klapp, oder so ähnlich, jedenfalls leicht versetzt mit Zwischenklatschern, und nicht so langweilig im reinen Vierteltakt wie die meisten andern. Ja, ein Konzert lebt auch vom Publikum.

Seit der CD „A Seven Course Dinner“ von 1997 sind Welten vergangen. Eine zweite CD sollte meines Erachtens mal in Angriff genommen werden. Für’s Erste aber ist eine DVD angekündigt mit einem Mitschnitt ihres Konzertes in der Balver Höhle im August 2006. Die wird dann bei ihnen zu erwerben sein.

http://www.ben-bulben.de/
http://www.bungertshof.de/


Vgl. auch meine Rezi von 1. BIFF u.a. mit Ben Bulben:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2002/04/konzertrezension-1-bonner-irish-folk.html bzw. http://tinyurl.com/8oltl

MAS

Wednesday, September 06, 2006

Konzertrezension: Deitsch am 6.9.2006 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef

Deitsch am 6.9.2006 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef

Der Folk im Feuerschlösschen e.V. startete sein zweites Halbjahresprogramm 2006 mit einem Act, der mir so wichtig war, dass Petra und ich sogar von Winningen angereist kamen, wo wir gerade ein paar Tage moselweinseligen Urlaub machten. Nach dem ich von fast einem Jahr die CD „Königskinder“ gehört hatte, die von Ulrich Joosten im Folker! als Besondere eingestuft worden war, war ich sehr gespannt, wie sie sich life anhören. Deitsch ist ja eigentlich ein Duo, bestehend aus Gudrun Walter und Jürgen Treyz, auf der CD werden sie aber von sieben weiteren Musiker(inne)n unterstützt. An diesem Abend war von diesen sieben Johannes „Philipp“ Uhlmann mit dabei, so dass es also die Trio-Version von Deitsch war.

Sie spielten zunächst mehr oder weniger den CD-Inhalt, den sie nach der Pause um drei, vier Stücke erweiterten. Ich merkte bald, dass es wenig Sinn macht, eine CD-Produktion mit einem Life-Auftritt zu vergleichen. Sicher war ich gespannt, wie sie mit den Stellen umgingen, bei denen auf der CD ein mehrstimmiger Satzgesang zu hören war, oder ob es arg ins gewicht fällt, wenn Sackpfeife, Cello, Bass und andere Instrumente nicht zu hören sind. Nun, den Satzgesang brachte auch Jürgen alleine ganz gut oder an anderer Stelle wurde er einfach weg gelassen, und die drei Instrumente auf der Bühne brachten die Liedbegleitungen und Instrumentals auch sehr gut und echt herüber. Und anstatt immer hin und her zu vergleichen, tat ich viel besser daran, die Musik auf mich wirken zu lassen, wie sie in dem Augenblick dargeboten wurde.

Vom Publikum aus gesehen saß linkt Johannes mal mit Geige, meistens aber mit diatonischem Akkordeon, in der Mitte stand Gudrun, die sang, Geige und Viola spielte, und rechts saß Jürgen mit verschiedenen Gitarren und ab und zu seiner eigenen Stimme. Gudrun benutzte ein Mikrophon, denn ihre Stimme war doch sehr zart, was aber auch ihren Reiz ausmachte. Sie sang die Lieder von unglücklicher Liebe, gefährlichen Wassernixen, listigen Liebesprüfungen und anderen ernsten Themen in einer einerseits sehr lockeren und recht minimalistischen Art, die in einem gewissen Widerspruch zur Ernsthaftigkeit der Themen stand, die dann andererseits aber auch an bestimmten Stellen Tonfolgen hervorbrachte, die die Dramatik um so mehr unterstrich. Manchmal strich sie gleichzeitig rhythmisch mit dem Bogen über die Violasaiten. Außer begleitenden Akkorden und unterlegenden Quasi-Bordunen gab es zwischen den Strophen immer wieder instrumentale Intermezzi, häufig sehr rhythmische, nahezu zum Tanzen einladende, jedenfalls keine, die einfach nur die Liedmelodie spielten, sondern einen musikalischen Kontrast hinein brachten. Bei irischen und schottischen Folkbands ist das schon fast normal, in der deutschen Volksmusik aber bislang noch sehr selten. Die Lieder wechselten sich mit Instrumentals ab, zumeist Tänzen wie Polkas, Walzern, Rheinländern und Schottischen, und es war sogar ein Reel dabei, kein irischer oder schottischer, sondern einer aus Quebec. Gudrun verlieh ihrem Bedauern darüber Ausdruck, dass die deutsche Volksmusik keine Reels kenne und meinte, das lasse sich doch bestimmt ändern, und so einer aus Quebec höre sich wie ein zu schnell gespielter Rheinländer oder Schottischer an. Nun ja, aber welcher 08/15-Volksmusiker kennt heutzutage noch Rheinländer und Schottische? Aber vielleicht gelingt es ihnen, zumindest die Balfolk-Szene davon zu überzeugen. Schön wäre es! Außer Tanzmelodien gab es auch bedächtige Märsche und lustige, inhaltlich unwichtige Reime auf Schwäbisch, und zum Schluss ein pfälzisches Spottlied auf von ihren Frauen „dressierte“ Männer.

Also für mich hat sie die Anfahrt von Winningen her sehr gelohnt, und als wir dann im Vollmondlicht rheinaufwärts wieder der Mosel zu rollten, klangen die Lieder und Melodien noch lange in uns nach und verbanden sich mit dem Fluss, dem Mond, den angestrahlten Kirchen und Burgen zu einer Stimmung, die man wohl mit Recht als „romantisch“ bezeichnen kann.

Die Romantik war ja im 19. Jahrhundert eine Bewegung, in der sich die Menschen der eigenen, im Gegensatz zu fremden, und der gemeinsamen im Gegensatz zu regional unterschiedlichen nationalen Wurzeln bewusst wurden oder zu werden suchten. Deitsch als Vertreter des neuen deutschen Folk-Revivalchens, wie Mike Kamp es in der diesbezüglichen Diskussion in Rudolstadt nannte, sind in diesem Sinne romantisch, aber sie verschließen die deutschen Grenzen nicht, sondern öffnen sie weit für Einflüsse anderer Wurzelmusiken. Während viele Volks- und vor allem volkstümliche Musiker eher von Rock, Pop und Schlager beeinflusst sind, sind diese es von den Volksmusikern Irlands, Schottlands, Frankreichs, des Balkans, Skandinaviens und anderer Gegenden Europas, die sie jahrlang mit Liebe und Hingabe studiert und praktiziert haben und es auch weiterhin tun. Und diese Einflüsse verschmelzen mit den deutschen traditionellen Liedern und Melodien so harmonisch, dass ich diese Beurteilung mit einem in der Pause aufgeschnappten Zitat von Tom Kannmacher beenden möchte, der (sinngemäß) zu Gudrun und Walter sagte: „Ihr macht das, was ich vor 30 Jahren gemacht habe, nur auf einem beneidenswerten Niveau.“

http://www.deitsch.de/
http://www.folkimfeuerschloesschen.de.vu/

Vgl. auch meine CD-Rezi:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/11/cd-rezension-deitsch-knigskinder.html bzw. http://tinyurl.com/ddp3h

Vgl. auch Ulrich Joostens Texte:
http://www.folker.de/200601/04deitsch.htm
http://www.folker.de/200601/bescd.htm#01


MAS

Monday, August 14, 2006

Konzertrezension: Openmic am 14.8.2006 im Café Tiferet in Bonn

Openmic am 14.8.2006 im Café Tiferet in Bonn


von Mario Dompke:

Hallo Michael,
das erste openmic-bonn (oder wie ich inzwischen finde bon(n) musik) ist gelaufen und war ganz gut. Für alle die mehr wissen wollen steht ein Bericht auf der Webseite www.openmic-bonn.de.
Das nächste openmic findet am 11.09.2006 wieder im Tiferet statt. Ein Datum an dem mit der eigenen Musik für Liebe, Frieden und Freiheit geworben und Terror, egal von welcher Seite, verurteilt werden kann.
Gruß
Mario

Erstes Event am 14.08.2006 war ein Erfolg
sicher, etwas mehr Publikum wäre nicht schlecht gewesen, aber jede Situation hat immer zwei Gesichter. So konnten in einer netten familiären Atmosphäre die Künstler und das Team des Cafe Tiferet dieses neue Veranstaltungsformat ausprobieren und erste Erfahrungen für weitere (dann sicher gut besuchte) Termine sammeln.
Den Anfang machte Ann Bishop. Angesiedelt zwischen romatischem Lied und groovigem Jazz sorgte sie erstmal für die zuhörende Stille im Raum, indem sie leise Töne auf der Gitarre zupfte und mit der Stimme intonierte. Aber es sollte nicht nur bei leiser Musik bleiben. Mit rhythmisch gut durchdachtem strumming und einer, viele Emotionen, vom gepressten Ton über reine Klänge zu kopfstimmigen Passagen oder auch tierische Urtöne, abbildenden Stimme, präsentierte sie vier Balladen ihres Repertoires. Eine gelungene Darbietung, zu der eigentlich nur der Rat gegeben werden kann, das Pressen der Stimme nicht zu häufig als musikalisches Element zu nutzen.
Philipp Hümmerich drehte die Musikrichtung ein wenig um. Mit einem Plectron unterstützten Flatpicking stelllte er während seines Vortrages die Gitarre oft in den Vordergrund, was seine ein wenig dünne, aber sehr schöne Stimme entlastete. Auch Philipp stellte seine songs in englischer Sprache vor und deutete seine Anlehnung an den amerikanischen Western-Folk an. Allerdings bleibt er seinem eigenen Stil, welcher auch in seinen noch jungen Jahren deutlich zu erkennen ist treu und versucht nicht zu kopieren. Für eine openmic Veranstaltung, die die Kreativität am eigenen Lied verdeutlichen soll eine angenehme Eigenschaft. Auch hier ein Rat. Stimmen können auch in ihrem Volumen trainiert werden.
Quasi eine neue (oder hier besser ältere) Generation der Liedermacher wurde von Gerd Schinkel als drittem Künstler des Abends eingeleitet. Mit sehr bluesiger Gitarre eines zwischen Flatpicking und strumming angesiedelten Styles brachte er Alltagsgeschichten aus dem (Spannungs) Verhältnis zwischen Vater und Tochter und Mutter und Sohn. Eigene Erfahrung wie seine Beobachtungsgabe des Alltags diktierten ihm die Texte in die Feder. Deutsche Texte, die klar intoniert und gut zu verstehen waren. Die Tradition der Liedermacher aus den 70ern, also die kritische Aussage verpackt in oft zum schmunzeln anregende Geschichten wurde von Gerd im Tiferet zu neuem Leben erweckt. Der totale Verzicht auf eine Verstärkung brachte zudem noch eine zusätzliche Nähe zu dem Publikum.
Den offiziellen Teil des Abends beschloss dann der ebenfalls deutschsprachige Liedermacher Mario Dompke. Was soll ein Rezensent über sich selber schreiben. Nun vielleicht, dass ich versuche ein Gleichgewicht zwischen dem Gitarrespiel (Fingerpicking, Melodie) und Inhalt der Geschichte herzustellen. Und, dass ich leider immer noch nicht textfest genug bin und so zweimal erst nach einem suchenden Blick auf die Textvorlage weiter wusste. Aber ich glaube es hat gefallen, was mir eine mail am Tag danach bewies, die da sagte: "....das war ganz wunderbar gestern :)))!" und weiter zu einem Lied von mir: "p.s. `Meine Hälfte` ist SPITZE :))))!!!"
Also, am 11. September 2006 heißt es nicht nur für die Musiker
OUT OF THE BEDROOM
sondern auch für das interessierte Publikum (selbst jene, die glauben zu müde zum Ausgehen zu sein). Lasst euch nicht die besondere Atmosphäre der handgemachten, akustischen Livemusik entgehen.
Mario

MD

http://www.openmic-bonn.de/news.htm

Saturday, July 08, 2006

Festivalbericht: 16. Tanz & Folk Fest Rudolstadt vom 7. bis 9.7.2006 – Eindrücke

16. Tanz & Folk Fest Rudolstadt vom 7. bis 9.7.2006 – Eindrücke

Es soll ja Leute geben, so hieß es in einer Radiosendung auf WDR3, die in Rudolstadt Kraft für den Rest des Jahres tanken. Nun, ganz so geht es mir nicht, aber immer wieder klingt die Musik noch wochenlang in mir nach und mir kommt Bonn dann immer so still vor und die Straßenmusiker so vereinzelt und allein auf weiter Flur bzw. in weiter Fußgängerzone, und selbst wenn ich ein Konzert besuche und das vorbei ist, habe ich das Gefühl, es müsste doch gleich noch eines folgen. Wenn man während des Tanz & Folk Festes (Michael Kleff, Chefredakteur vom Folker!, der das Abschlusskonzert am Sonntagabend moderierte sagte, das dürfe man gar nicht sagen, sondern müsse „TFF“ sagen, was ich zwar praktisch finde, solange jeder weiß, was gemeint ist, aber es ist doch immer noch nur eine Abkürzung und kein Name) durch die Straßen und Gassen von Rudolstadt geht, hört man alle 50 oder weniger Meter ein anderes Konzert, hier eine Folkjazzcombo, dort eine Trommelgruppe, dann ein Irish Folk Trio, etwas weiter ein Besucher, der gar nicht im Programm steht, aber auf Flöte, Geige, Harfe oder Gitarre auch was vorspielt, dann kommt man an einer großen Bühne vorbei, etwa auf dem Marktplatz, wo eine Trachtengruppe Volkstänze vorführt, und weiter geht es in beschriebener Weise. Und dabei hat die Stadt jeden Tag noch mal so viele Besucher wie Einwohner, was hier und da schon mal zu etwas Gedrängel führt, aber (fast) nie zu Ungeduld oder gar Aggression, sondern man fühlt sich eigentlich immer unter netten Gleichgesinnten, die meistens auch Rücksicht aufeinander nehmen. (Nur Regenschirme werden einem immer wieder ganz rücksichtslos in den Blick auf die Bühne gestreckt.) Das TFF beginnt abgesehen von dem Sonderkonzert am Donnerstagabend immer am ersten Freitag im Juli (worauf man achten sollte, denn es reicht nicht, dass der Samstag im Juli liegt, aber ich weiß nicht, ob auch der Donnerstag im Juli liegen muss) abends und geht dann fast pausenlos durch bis Sonntag ca. 23.30 Uhr. Die Nächte können auch durchgetanzt oder -gehört werden. Ich bin meistens zusammen mit meiner Frau Petra und meinem Freund Lothar, der in Suhl wohnt, und bei dem wir übernachten, samstags und sonntags da, diesmal aber ohne Petra, da sie sich das vorherige Wochenende urlaubsmäßig frei genommen hatte, da wir eben nicht auf den ersten Freitag im Juli geachtet hatten. So hörten Lothar und ich von Samstag ca. 11.00 bis Sonntag ca. 1.00 Uhr und von Sonntag ca. 13.00 Uhr bis ca. 23.30 Uhr fast ununterbrochen Musik, aber auch so war es nur möglich, bestenfalls ein 25stel dessen zu hören, was auf 25 Bühnen geboten wurde, denn Bilokalität beherrschen wir nicht. Davon will ich nun ein wenig erzählen, nicht ganz chronologisch, sondern..., ach das sehen wir dann.

Schwerpunkte

Es gibt immer einen Länderschwerpunkt, einen Instrumentenschwerpunkt und einen Tanzschwerpunkt. Dieses Jahr waren das Frankreich, der Dudelsack und der Tango. Es gab auch mal einen deutschen Regionalschwerpunkt, aber das konnten sie anscheinend nicht durchhalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist immer die Verleihung des Preises für Folk, Weltmusik und Lied, die Ruth. Abseits der Schwerpunkte gibt es aber so viel zu hören, dass es einem auch ohne diese nicht langweilig wird.

Magische Dudelsäcke

Dudelsackmusik mag ich ja eh, aber so ein Magieprojekt, wie man die Schwerpunktinstrumentenkonzerte nennt, wie es Wolfgang Meyring wieder zusammen gestellt hat, habe ich noch nie erlebt. Da saßen und standen Musiker(innen) aus Schottland (Fraser Fifield), Galizien (Lorena Freijeiro Alonso), Estland (Cätlin Jaago), Österreich (Sepp Pichler), dem Iran (Saeid Shanbezadeh), der Bretagne (Pascal Lamour) und Ungarn (Béla Ágoston) mit ihren verschiedenen Sackpfeifen auf der Bühne im Hof der Heidecksburg, begleitet vom dreizehnjährigen Sohn Naghib des iranischen Pfeifers auf einer Doppeltrommel. Jeder(r) spielte ein Solo, das dann aber doch von dem einen oder der anderen begleitet wurde, oder es ergaben sich schottisch-galizische oder ungarisch-iranische oder andere Duette, und der kleine Trommler heizte den Pfeifern ordentlich ein. Beim Abschlusskonzert waren sie noch mal da, abgesehen von der schon abgereisten Estin, und spielten zwischen den Soli alle zusammen eine etwas schwere, wuchtige Tanzmelodie, die am Ende vom Publikum aufgegriffen wurde, bis die Musiker auf die Bühne zurück kehrten und weiter spielten. Das war ein schönes Gemeinschaftsgefühl, da brauche ich keinen Fußball. Die Iraner erlebten wir auch noch mal am Sonntagnachmittag und ihr Auftritt war in einer bestimmten Hinsicht klischeesprengend: Wenn irgendwo ein Mann einen Rock trägt oder Dudelsack spielt oder gar beides gleichzeitig tut, dann wird doch wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass er ... Hi hi, den Satz brauche ich wohl nicht zu beenden. Diese kamen aber aus dem Iran. Und von all den anderen rocktragenden oder dudelsackspielenden Männern an diesem Wochenende in Rudolstadt kam bestimmt kaum einer aus Schottland. Eine Folkerkollegin meinte, sie sehe nirgends so viele rocktragende Männer wie in Rudolstadt. Ach, ich fühlte mich sehr wohl, auch wenn ich anscheinend der einzige rocktragende Journalist in der Stadt war! Vielleicht ändert sich das aber auch noch.

Wir hörten auch ein ganzes Konzert der Esten, deren Band Re:Toro heißt, auf der Burgterrasse. Sie verbanden traditionelle Melodien mit Jazzeinlagen und hatten – so der Moderator – das „teuerste“ Instrument auf der Bühne, nämlich sechs Plastikschüsseln, wobei drei mit Wasser gefüllt waren und die andern drei umgedreht darin schwebten, worauf dann der Schlagzeuger trommelte. Das hörte sich gut an und verband sich mit Dudelsack und Saxophon zu einem zugleich urigen und hochmodernen Sound. Nicht wenige der estnischen Melodien könnten auch deutsche Volkstänze sein, z.B. „Im Grunewald ist Holzauktion“ das die Pfeiferin auf einer dieser skandinavischen Flöten ohne Grifflöcher (mir fällt der Name nicht ein) spielte.

Fronkreisch

Frankreich war durch den Bretonen beim Magiekonzert auch vertreten, aber von den vielen anderen französischen Beiträgen hörten wir nur Les Primitives du Future, die eine Mischung aus Musette, Chanson, Ragtime und Dixieland zum Besten gaben, und La Chavanée, eine eher traditionelle Tanzkapelle mit drei Drehleiern, deren eine von keinem Geringeren als Patric Bouffard bedient wurde. Die hatten auch nachts zum Tanze aufgespielt, aber das überschnitt sich mit der Ruth-Preisverleihung und wurde uns danach zu spät. Und dann noch beim Abschlusskonzert Francoiz Breut, die das Titelbild vom Folker! 04.06 ziert und einen nouvelle Chanson sang, dem ich nicht so viel abgewinnen konnte, was auch meiner mangelnden Beherrschung des Französischen anzukreiden ist.

(Zu) viel Jazz (?)

Nicht nur Esten und Franzosen mischten ordentlich Jazz unter den Folk, sondern auch Österreicher und Slovenen. Beefolk aus Graz könnte meines Erachtens genau so gut in Leverkusen, Moers oder Montreux auftreten, es war mehr oder weniger reiner Jazz, auch die von Helgi Hrafn Jonsson auf Isländisch gesungenen Lieder. Es wirkte surrealistisch, teils etwas sehr kunstvoll, aber teils auch mitreißend temporeich und groovig, und dann tauchten hier und da doch wieder traditionelle Elemente auf, die irgendwo zwischen Schwarzem Meer und Nordatlantik zu Hause waren. Katalena aus Slovenien war auf den ersten Eindruck traditioneller und volkstümlicher. Sie nahmen slovenische Volkstanzmelodien auf, die Sängerin Vesna Zornik sang die Texte dazu mit einer rauen Stimme, die man ihrer zarten Gestalt nicht zugetraut hätte, Gitarre, Schlagzeug, Whistles, Klarinette und anderes begleiteten sie, wobei es dann doch wieder jazzig wurde. Im Gegensatz zu den jazzigen Elementen bei den modernen Irish Folk Gruppen, die eher ihre Jigs&Reels leicht jazzig spielen, wirkt der Jazz bei den hier beschriebenen Gruppen weniger integriert, sondern es wirkt eher noch wie ein Mischung der Stile, aber es klang gut, wirklich gut. Das ist es wohl, was mit „von archaischen Klängen bis zu avantgardistischen Experimenten“ (oder so ähnlich), wie ich es irgendwo las, gemeint ist.

Finnische Wölfinnen mit zarter Stimme

Suden Aika aus Finnland brachte kein Wolfgeheul hervor, obwohl der Bandname auf Deutsch „Zeit der Wölfe“ heißt, an den (im Deutschen) gleichnamigen Fantasyfilm erinnerten sie auch nicht, sondern das Quartett aus Liisa Matveinen, Tellu Turkka, Katarina Airas und Nora Vaura sang mit zarten Frauenstimmen archaisch-sphärische Lieder, nicht so druckvoll, wie man es von Verttinä und Hedningarna kennt, bei denen eine der Sängerinnen auch mitmacht oder mitmachte. Dazu spielten sie Nykelharpa (Schlüsselfiedel) , Kantele (Hackbrett oder Zither) und anderes Instrumentarium. Die Texte stammten zum Teil aus der mythischen Liedersammlung Runolaulu, die vom Autor des Nationalepos Kalevala stammt, und dessen Geist ich durchzuhören meinte.

Volkstänze – der Tradition verpflichtet

Auf der großen Marktplatzbühne wurden aber auch traditionellere Volkstänze aufgeführt, wovon wie am Sonntagnachmittag die litauische Formation Dainava sahen und hörten. Begleitet von einer Band mit Geigen, Gitarren, Trompete, Flöte und einem Schlagwerk aus Holzglocken zeigen Männer und Frauen und Jungs und Mädchen althergebrachte Tänze, deren Melodieformen auch deutschen Volkstanzmelodien ähnelten, und waren dabei in schönen, aber bei dem Wetter viel zu warme Trachten gekleidet, mit Pelzgamaschen über den Tanzschuhen.

Das deutsche Volkslied

Man mag sich fragen, ob es auch deutsche Volksmusik gab, und ja, es gab sie, aber wir bekamen irgendwie davon nichts mit, außer einer Podiumsdiskussion über ein eventuelles Revival des deutschen Volksliedes, an der außer eher theoretischen Fachleuten wie Barbara Book (Deutsches Volksliedarchiv Freiburg), Dr. Werner Fuhr (WDR), Mike Kamp (Herausgeber vom Folker!), Manfred Wagenbreth (Musiker und Mitarbeiter beim WDR) und Gesprächleiter Bernhard Hanneken vom TFF-Team auch die Sängerin Bobo und der Sänger Otto Göttler teilnahmen, aber eben redend, nicht singend. Bobos Konzert, das ich eigentlich sehr gerne gehört hätte, war zeitlich und räumlich zu ungünstig gelegen, um es zu hören. Ob nun also Gruppen wie Deitsch oder Schöne Weile oder eben Bobo ein Revival ausmachten oder anzeigten, darüber wurde diskutiert. Mike Kamp nannte es ein Revivalchen, Otto Göttler erzählte von niederbayerischen Wirtshaussessions, die bis spät in die Nacht gingen. Ein Musiker aus Unterfranken aus dem Publikum meinte, es sei gut, in der Umgangssprache zu singen, also weder in Mundart, noch in Hochdeutsch und man solle Themen des Alltags aufgreifen. Einer aus Schleswig-Holstein erzählte von erfolgreicher Begeisterung junger Leute bei sich zu Hause für deutsche Volkslieder, nachdem sie lange dänische und andere skandinavische Sachen gespielt hatten. Einer meinte, in den 1970ern wären neun von zehn in Deutschland produzierten Folk-LPs Irish Folk Platten gewesen, und das Irische sei auch die gemeinsame Klammer der deutschen Folkies gewesen, während die Szene heute viel größer und differenzierter sei, viel Ost- und Südosteuropäisches gespielt werde, obwohl immer noch viel Irisches gespielt werde. Was aber generell fehle, ist, dass in den Familien mit Kindern gesungen werde. Oft wisse man ja auch nur noch die erste Strophe eines Liedes. Mike Kamp versicherte aber, dass die Musik auf den vielen vielen zur Rezension eingesandten CDs qualitativ besser sei als sie es in den 70ern oft gewesen sei. Die aus den 70ern kenne ich kaum, aber dass heute qualitativ hochwertige Musik von deutschen Amateur- und Halbprofibands (natürlich auch von den Vollprofis) gespielt wird, kann ich als Rezensent ja auch bestätigen. Deshalb macht der Job ja auch so einen Spaß!

Ruth’n’Rap

Von solchen Fragen gänzlich unbeleckt schienen die Ohrbooten zu sein, eine Berliner Gruppe, die mit einer Mischung aus Reggae, Rap, Hihop, Zigeunermusik, Marengue und anderen Einflussen einen Stil entwickelten, den sie „Gyphop“ nennen und damit eine der beiden dieses Jahr vergebenen Newcomer-Ruths gewannen. Ich hatte die Gelegenheit, zwei der vier Ohrbooten, nämlich Ben und Matze zu interviewen (die andern beiden nennen sich Onkel und Noodt), zusammen mit einem Reporter vom SWR, hinter dem ich mich laut Anweisung des Bandmanagers mit der blauen Deutschlandfunkmütze, der sich schützend vor seine Musiker stellten, damit sie nach ihrem Konzert erst mal verschnaufen konnten, hätte anstellen müssen, weil er schon vor mir nachgefragt habe. Wir führten unser Interview aber zusammen, so das jeder auch was von den Fragen des anderen hatte. „Gyphop“ ist eine Konglomeration von „Gypsie Music“ und „Hiphop“. Ja ist denn das Folk- oder zumindest Weltmusik? Vor allem das junge Volk vor der Bühne war jedenfalls sehr begeistert und wippte und hüpfte eifrig mit, aber meines Erachtens ist es so viel oder so wenig Folk- oder Weltmusik wie z.B. die der Lecker Sachen, deren Bandleader Markus Brachtendorf ja auch in der Jury saß und den Preis überreichte. Sie fühlten sich jedenfalls genau richtig auf einem Tanz & Folk Fest und meinten, etwas Schwung in die Sache zu bringen, wo sonst Trachtenvereine zu Musik vom Band alte Tänze aufführten. Ihre Texte, deren Darbietung die Berliner Herkunft nicht verleugnen konnte und auch nicht wollte, haben zum Ziel, den Zuhörern zunächst einfach Spaß zu machen. Gesellschaftskritik und dergleichen, wie sie beim Hiphop sonst recht häufig vorkommt, sei zwischen den Zeilen vorhanden, aber man wolle dem Publikum keine Moral aufdrängen. Wer drüber nachdenken wolle, könne das tun, aber keiner müsse das. Sie setzen auf das Gute im Menschen, das durch positive Ansprachen eher heraus komme, als durch Kritik. So setzen sie sich auch vehement vom aggressiven Gangsta-Rap ab und von Rapperschlachten wie bei Aggro Berlin. Nette Jungs! Ich gönne ihnen den Preis, egal in welche Schublade man ihre Musik stecken mag.

Ruth’n’Tango

Die anderen Newcomer-Ruth-Gewinner, das Duo Vicente Bögeholz & Juanjo Mosalini war der einzige Tangobeitrag, den wir auf dem Festival hörten. Die beiden sind in Argentinien bzw. Chile geboren und spielten auf Bandoneon und Gitarre einen modernen Tango, eine sehr feine Musik. Ich verstehe indes fast nichts vom Tango und las begeistert den Artikel von Helena Rüegg im TFF-Programmheft über die Geschichte des anfänglichen Armeleutetanzes aus Buenos Aires, der zuerst von konservativen Bürgern benasrümpft und zwei Generationen später vom selben Menschenschlag gegen Veränderungen verteidigt wurde. Man lernt aus dem Artikel, wie sehr Musik eingebunden ist in das gesamte Kulturleben eines Volkes, eines Staates, einer Bevölkerungsschicht usw., abhängig vom wirtschaftlichen Auf und Ab, von technischen Neuerungen (so hat die Einführung des Tonfilmes vielen Tangomusikern den Arbeitsplatz gekostet), von Mode, Konservativismus und Inovationswillen. Tango, so scheint mir, ist sowohl Volks- als auch Weltmusik, nämlich seit gut 150 Jahren verwurzelt in der Seele Argentiniens, aber mittlerweile viele Grenzen überschritten habend, in Europa zum Standardtanz geworden und ganz neue Stilrichtungen entwickelt habend. Man denke nur mal an Tango Crash vom TFF 2005, die auch die Newcomer-Ruth bekamen.

Karawanen-Ruth

Man trifft ja immer wieder Bekannte und Freunde in Rudolstadt, so mehrer Folker!-Kollegen und auch jedes Jahr Jutta Mensing vom Folk im Feuerschlösschen, aber als ich Joergen Lang am Samstagmorgen entdeckte, war ich doch überrascht, was nicht hätte sein müssen, wenn ich mal die Weltmusikpreis-Homepage genauer gelesen hätte. Nein, er bekam keinen Preis (hatte es aber schon mal, nämlich 1994 mit Hölderlin Express) und er trat auch nicht mit Dán (obwohl Johannes Mayr auch da war) auf, sondern mit Rüdiger Oppermann, der die Globale Ruth gewonnen hat. Dieser tourt gerade mit seinem Projekt „Karawane“, bestehend aus Rüdiger Oppermann (Keltische Harfen, E-Harfe, Konzeption), Jatinder Thakur (Indische Tablas), Dimitar Gougov (Bulgarische Gadulka), Dost Matur (Saz, Gesang), Lars Lindval (Trompete), Enkh Jargal (= Epi) (Morin Khoor =Pferdegeige, Gesang von Oberton bis Rap auf Mongolisch), Rainer Granzin (Piano, Hammond, sounds), WuWei (Sheng = Mundorgel), Bawu (Bambusflöte), Bijan Mahjub (Bombarde, Whistle), Julius Oppermann (Drums und Percussion) und Joergen Lang (Gitarre, Low Whistle), welches eine musikalische Reise von der Bretagne bis nach China, also quer durch den Kontinent ist, teilweise entlang der Seidenstraße. Es handelt sich um ein durcharrangiertes Konzert, gewissermaßen eine Symphonie, die Elemente der traditionellen Musiken der Länder und Völker entlang der Reiseroute enthält. Bijan (ja, der vom Kölner Folkstanztreff) und Joergen repräsentierten mit Bombarde, Whistles und Gitarre die keltische Musik, Wu Wei, der vor zwei Jahren die Globale Ruth gewonnen hatte, war mit einer überdimensionalen Mundorgel für die chinesische Musik zuständig, dazwischen ging es einerseits von Station zu Station wie an der Besetzung abzulesen, aber es gab auch transkontinentale Zusammenspiele. Ein wunderbares Werk, das ich gerne auf CD oder DVD hätte, wenn es das gäbe!

Bürgermeister-Ruth

Die Ehrenruth wurde an Dr. Hartmut Franz vergeben, der als Bürgermeister von Rudolstadt seit 1991 das Festival unterstützt und sich bei der Bevölkerung dafür stark gemacht hat. Man mag es ja nicht glauben, aber es sollen doch 1991 ein paar Bürger der Stadt die Polizei gerufen haben, weil sie die Musik als Ruhestörung empfunden hatten. Er ist nun in den Ruhestand gegangen, und sein Nachfolger im Amt Jörg Reichl wirkte bei der Abschlussrede am Sonntagabend doch sehr steif und musste sogar ein paar Allgemeinfloskeln vom Blatt ablesen.

Die deutsche Ruth am Hindukush

Die Deutsche Ruth bekam Konstantin Wecker mit seinem Bagdad-Kabul-Projekt zusammen mit Laith Abdul Ameer (Oud), Hakim Ludin (Percussion), Cetin Oraner (Saz, Oud, Percussion), Sven Faller (Bass), Gerd Baumann (E-Gitarre ) und Jo Barnickel (Keyboard)
(siehe auch die Titelgeschichte im Folker! 02.06). Er hatte vorher noch nie vom TFF gehört, war dann aber restlos begeistert. Begeistert war er auch davon, dass bei dieser Menschenmenge im Burghof kein einziges Deutschlandfähnchen wehte. Es war ja der Abend, an dem die deutsche Herrenfußballnationalmannschaft um den dritten Platz der WM spielte, um den mehr Bohei gemacht wurde als um den Weltmeistertitel der deutschen Damenfußballnationalmannschaft. Wenn er das angemahnt hätte, aber nein, er brachte die neue Begeisterung für schwarz-rot-goldene Flaggen zwischen den Zeilen in einen Zusammenhang mit den Nazis, die ihm in Halberstadt ein Konzert mit der Gruppe Strom und Wasser vermasselt haben. Es ist eine Sache, wenn man die Bundeswehreinsätze in Afghanistan kritisiert, aber eine ganz andere, wenn man die Flagge des demokratischen Deutschlands mit Nationalsozilisten in Verbindung bringt. Dafür eine gelbe Karte von mir, Herr Wecker! Die Musik die er und seine irakischen und afghanischen Musiker uns zu Gehör brachten war indes von Feinsten. Und auch die antirassistischen und obrigkeitskritische Texte neben den auf Türkisch, Kurdisch und wahrscheinlich Baschtu gesungenen Liedern der Mitmusiker kreierten eine wunderbare Stimmung des Zusammengehörigkeitsgefühls, auch ohne Fußball und Fähnchen. Ah ja, eine Zuhörerin spannte demonstrativ ihren schwarz-rot-goldenen Regenschirm auf.

Folk & Welt im Wandel der Mode

Im Folker! 05.05 hatte ich ja darüber geschrieben, dass der Folk-Begriff zugunsten eines reinen Weltmusik-Begriffs aus dem Namen der Ruth verschwunden sei. Vor einem Jahr hießt aber immerhin die Internetadresse http://www.folkpreis.de/, mittlerweile heißt sie http://www.weltmuiskpreis.de/. Peter Schneckmann von der Ruth-Jury sagte, er habe das nicht weiter verfolkt [SIC!]. Aber das ist momentan der Trend. Wer bei Mr. Music in Bonn nach Folk-CDs sucht, sucht vergebens die gewohnten grünen Karteikarten mit der Aufschrift „Folk“, sondern das ist alles jetzt unter „Weltmusik“ mit gelben Karten einsortiert. Die einst riesige Folk-Abteilung im Kölner Saturn-Stammhaus soll, wie ich hörte, auch gewaltig geschrumpft sein. Ich finde es insofern schade, als man zwar einerseits sagen kann, Weltmusik sei der Überbegriff auch für die vielen Volksmusiken der Welt, aber in dem Doppelbegriff „Folk- und Weltmusik“ wird doch der Spannungsbogen zwischen regionaler und ethnischer Verwurzelung einer- und globaler Grenzüberschreitung andererseits sehr gut deutlich. Aber vielleicht will man eher den Konsumenten erreichen, für den selbst eine Radiosendung, in der ihm erklärt wird, dass Dudelsäcke nicht nur in Schottland gespielt werden, schon zu kompliziert ist. Solche Leute gibt es, wie mir der Reporter vom SWR versicherte.

Ein berühmter Name

Nach Mitternacht sang dann noch Suzanne Vega im Burghof, eine amerikanische Folksängerin, die anscheinend vielen vielen Menschen bekannt war, denn der Platz war voller als bei der Ruthpreisverleihung, was mich dann doch verwunderte, denn sie hatte einen Bassisten als Begleiter und ansonsten nur eine Gitarre und ihre Stimme. Das wäre nach meinem Geschmack eher etwas für einen kleinen Saal gewesen, aber da hätten ja diese vielen Fans nicht rein gepasst.

Finish

Beim Abschlusskonzert hörten wir außer den bisher erwähnten Musikern auch noch das Leschenko Orchester aus Prag, das Polkas, Tangos und anderes recht jazzig zum Besten gab, Liu Fang aus China bzw. Kanada auf der Guzheng, eine 3000 Jahre alten Zither aus dem Reich der Mitte, das Mundharmonikaquartett Sväng aus Finnland, das Tangos, Polkas, Ragtime und anderes zu Gehör brachte und Lila Downs aus Mexiko mit ihrer Band, die eine Mestizomusik mit europäischen, indianischen und afrikanischen Elementen spielte. Bevor dann die magischen Dudelsäcke das TFF ausklingen ließen moderierte Michael Kleff noch das Elfmeterschießen des Fußball-WM-Endspiels aus einer Kneipe mit Fernseher heraus über Lautsprecher und war dann doch sehr enttäuscht, dass die Franzosen, die doch den diesjährigen TFF-Länderschwerpunkt bildeten, nicht gewannen, wo doch TFF-2004-Länderschwerpunktbilder Griechenland vor zwei Jahren Europameister wurde und TFF-2005-Länderschwerpunktbilder Brasilien letztes Jahr den Confederationscup (heißt das so?) gewannen. Er spekulierte schon darauf, dass der TFF-Länderschwerpunkt doch irgendeinen Einfluss auf den Ausgang vom Fußballmeisterschaften haben könnte und wollte der FIFA einen auf dieser Annahme beruhenden Geschäftsvorschlag machen. Nun aber muss das TFF auch künftig ohne FIFA-Gelder finanziert werden.

Im nächsten Jahr wird es trotzdem wieder ein Tanz & Folk Fest geben, mit dem Länderschwerpunkt Tansania, diversen Tasteninstrumenten als Magieinstrument(en) und der Polonäse als Tanz des Jahres. Letzteres wird bestimmt lustig!

Soweit jedenfalls meine Eindrücke, und inzwischen habe ich auch die Fernsehsendung „Ein irrer Hauch von Welt gesehen“, worin einiges von dem, was ich gehört habe und vieles was ich nicht gehört hatte gezeigt wurde, das Dudelsackmagieprojekt ganz ausgeklammert wurde, aber Joergen und Bijan wunderbar mit der Camera eingefangen wurden. Und ich war auch kurz am linken unteren Bildrand zu sehen, wie ich neben dem Folker!-Fotografen Michael Pohl vor der Bühne stand, auf der die Karawane los war. Es kamen auch einige Radiosendungen, die ich zum Teil gehört habe. Aber life ist es immer noch am besten!!!

Und habe ich nun Kraft für den Rest des Jahres getankt? Och ja, man will ja nicht übertreiben, aber ich kann das TFF jedenfalls wärmstens weiter empfehlen!

Wer sich noch für einen Bericht aus anderer Perspektive interessiert, dem oder der empfehle ich den von Peter Lindwedel alias Paddy the Busker, der mir die wegen der Terminverwechslung zu viel gekaufte Karte abgekauft hatte, den man hier findet:
http://www.paddythebusker.de/TFF2006.html

Und hier noch ein paar Links zum TFF und den erwähnten Musikern:
http://www.tff-rudolstadt.de/


Ruth:
http://www.tff-rudolstadt.de/htm/06/ruth.htm
http://www.weltmusikpreis.de/
http://www.ohrbooten.de
http://www.duo-boegeholz-mosalini.com/
http://www.klangwelten.com/ro/index_d.html
http://www.wecker.de/


Magischer Dudelsack:
http://www.tff-rudolstadt.de/htm/06/magic.htm
http://www.mdr.de/kultur/musik_buehne/3131781-hintergrund-3125224.html
http://www.agostones.hu/
http://www.lamour-music.com/
http://www.boushehrmusic.com/
http://www.frazerfifield.com/
http://www.sepp-pichler.at/


Frankreich:
http://www.tff-rudolstadt.de/htm/06/land.htm
http://www.lachavanee.com/

Tango:
http://www.tff-rudolstadt.de/htm/06/tanz.htm


sonstige:
http://www.beefolk.com/
http://www.bobo-in-white-wooden-houses.de/
http://www.liladowns.com/
http://luifangmusic.net/English
http://www.katalena.net/
http://www.sudenaika.com/
http://www.sväng.fi/
http://www.suzannevega.com/

Viele haben keine Webadresse.

MAS

Thursday, July 06, 2006

CD-Rezension: Foggy Stew. Traditional Irish Music. one more payment and it’s mine

Foggy Stew. Traditional Irish Music. one more payment and it’s mine

Eigenverlag 2006 mit Foto und wenigen englischen Infos
6 Tracks, 26,59 Minuten

Aus Südniedersachsen stammt nicht nur Olaf Sickmann, sondern auch Margret Hüffer, aus Südamerika Nicole Maldonado. Woher Michael Heuser stammt, weiß ich gar nicht, obwohl ich ihn schon viel länger als die andern beiden kenne, jedenfalls wohnen alle im Süden Bonns und haben sich nordwesteuropäischer, genauer gesagt irischer Musik verschrieben und sich zur Band „Foggy Stew“ zusammengefunden. Wie ein nebliger Eintopf klingt ihre Musik, die sie auf Gitarre (Margret und Michael), Bodhrán (Margret), Tin und Low Whistles (Margret), Fiddle (Nicole), 5-String und Tenor Banjo (Michael) und mit Gesang (Margret und Nicole) vortragen aber gar nicht, dazu ist sie viel zu klar und wohl geordnet. Die Formation ist nun etwa zwei Jahre alt, spielt des öfteren im Weinhaus Alt Kessenich, trat aber auch beim 1. Celtic Attractions Festival im Zirkuszelt auf, und legt nun ihre erste CD vor. Diese ist eigentlich nur eine Promo-CD mit fünf Stücken, aber erweitert um ein sechstes, bei dem als Gastmusiker Ralf P. Wackers, der auch für die Aufnahme und das Layout verantwortlich zeichnet, und Ellen D. Jeikner dabei sind, und diese erweiterte Promo-CD wird auch an Interessierte verkauft.

Ich sagte, die Musik sei sehr klar und wohl geordnet. Das ist zugleich ein Plus- und ein Minuspunkt. Positiv daran ist, dass die schönen Melodien und Texte so deutlich zu hören und auch zu merken sind, negativ, dass es ihr wenig Schwung fehlt. Nun ist es aber auch Margrets erklärtes Ziel, traditionell zu spielen und nicht etwa modern und jazzig, und somit ist das Ziel erreicht, was auch immer „traditionell“ bedeutet, denn die Tradition der irischen Musik ist höchst lebendig und verändert sich ständig, was sie als alljährliche Irlandreisende sicher besser weiß als ich. Die sechs Stücke sind zwei Tunesets und vier Lieder, wobei Nr. 2 und Nr. 6 identisch sind, „Caledonia“ (und somit schottisch), nur eben das bei Nr. 6 Ralf und Ellen mit von der Partie sind, wodurch es etwas voller klingt, nicht nur weil der Refrain gleich von drei oder gar vier Stimmen gesungen wird. Nr. 1 und Nr. 5 weisen außer dem Lied auch noch einen Jig bzw. einen Reel auf, eine Kombination von Song und Tune, die ich sehr mag. Margret leistet mit ihrer tiefen Stimme die meiste Gesangsarbeit, „Two Sisters“ aber wird von Nicole mit einer sehr hohen Stimme und mit viel Swing gesungen, ein sehr reizvoller Kontrast! Den müssten sie mal in einem Lied in abwechselnden Strophen zu Gehör bringen, so wie zum Beispiel Triona Ní Dhomhnaill und Claudine Langine mit der Band Touchstone „Jack Haggerty“ singen. Diesen Tipp gebe ich hier gerne mal. Die Tunearrangements weisen unterschiedliche Modelle auf: Bei „The Irish Washerwoman“ sind die einzelnen Instrumente, wenn sie sich ablösen, durch meines Erachtens zu starke Absätze voneinander getrennt, bei „The Butterfly“ spielt das neu hinzu kommende Instrument ein wenig mit dem schon anwesenden mit, und erst dann schweigt das erste, und es gibt auch Zweistimmigkeiten zwischen Fiddle und Whistle; wirklich gut gemacht!. „Charlie Harris / Finnish Polka / Magic Slipper Polker“ spielen sie, nachdem nach und nach Fiddle, Whistle und Gitarre dabei sind, recht monophon. Interessanter wäre Michaels Gitarre, wenn er auch sie auch noch zum Melodieinstrument machen würde, wie bei Nr. 1 das Banjo, und dann vielleicht Margret die Whistle percussiv einsetzen würde. Nun ja, kann ja alles noch kommen, wenn sie es wollen.

Das Cover zeigt übrigens ein Foto eines grasüberwachsenen, anscheinend unbewohnten irischen Hauses aus grau-weißen Steinen. Den Titel „one more payment and it’s mine“ kann man symbolisch interpretieren: Da kauft eine junge Combo der deutschen Bundesstadt Bonn ein altes irisches Haus Rate für Rate, macht sich mit seinen Eigenarten vertraut, gewinnt es lieb, beginnt es zu restaurieren, und das die Bedürfnisse deutscher Städter andere sind als die irischer Bauern, mag man gespannt sein, wie das Haus in zehn Jahren aussieht.

Hier nun die Trackliste:

1. The Irish Washerwoman (song, jig)
2. Caledonia (song)
3. The Butterfly (slip jig)
4. Charlie Harris / Finnish Polka / Magic Slipper Polka
5. Two Sisters (song, reel)
6. Caledonia (song; version with guest musicians)

Eine Website von Foggy Stew exisitert noch nicht.

Hier meine Rezi zu einem ihrer Auftritte:
1. Celtic Attractions Festival
Celtic Attractions – 1. Irish/Scottish Folkfestival im Zirkuszelt am 8.4.2005 in Köln-Weiß
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/04/konzertrezension-celtic-attractions-1.html bzw. http://tinyurl.com/85qdj

MAS

CD-Rezension: Olaf Sickmann. Reise nach Neuseeland

Olaf Sickmann. Reise nach Neuseeland

Wonderland Records 2006 mit Fotos und deutschen Infos
12 Tracks, 46,20 Minuten


„Reise nach Neuseeland“ ist nach „Sommertiefe“ die zweite CD von Olaf Sickmann, die ich für den Folker! rezensieren durfte und die erste, die er mir noch mal zuschickte, damit ich für den folkigen Rundbrief noch eine (längere) Rezension schreibe.

Olaf lebt in Melle in Südniedersachsen, meines Wissens in einer alten Mühle, die er auch zu einem Tonstudio ausgebaut hat. Ich stelle mir das so vor, dass er dann dort tagein, tagaus am Bach oder am Fenster, bei schlechtem Wetter auch mal bei geschlossenen Fenster drinnen auf der Couch sitzt und Gitarre oder Flöte spielt. Da ich noch nie dort war und ihn auch gar nicht persönlich kenne, weiß ich aber nicht, ob meine romantische Vorstellung nicht doch etwas trügt, befürchte es aber. Besuch hat er dieser meiner Vorstellung nach nicht oft, denn er musiziert fast immer alleine. Bei „Sommertiefe“ assistierten ihn noch Rolf Wagels und Marcus Praed, die musikalische Reise nach Neuseeland hingegen trat Olaf ganz alleine an. Das hört man der CD indes nicht an, denn Olaf spielt Gitarre, Tin Whistles und Percussion gleichzeitig. Ja, okay, ich weiß auch, dass er sie nacheinander spielte, aufnahm und dann abmischte, solche entlarvenden, analytischen Gedanken passen aber gar nicht zum Zauber der alten Mühle und ihrer Musik. Und meine Analysefähigkeit ist eh bald an ihrem Ende angelangt, denn die Musik bildet so eine Einheit, dass ich kaum zu raten wage, welche Einflüsse da alles mit hinein spielen. Es ist eine ruhige Musik, ähnlich der vom Duo Sars, sie ist wohl durchkomponiert, wirkt aber wie spontan entstanden, hat unverkennbar irische Wurzeln, aber auch deutsche, vor allem norddeutsche, wirkt manchmal etwas barock, manchmal leicht jazzig. Und der Bezug zu Neuseeland erschließt sich mir gar nicht. Ich weiß nicht, ob Olaf in Neuseeland war oder in seiner Mühle von Neuseeland träumt so wie Janoschs Tiger und Bär von Panama. Aber das ist bei der Programmmusik des 19. Jahrhunderts ja auch nicht anders. Wer assoziiert mit Smetanas „Die Moldau“ oder Sibelius „Finlandia“ tatsächlich die gemeinten Landschaften, wenn es ihm nicht erklärt wird. Und solche Erklärungen fehlen, na, sie fehlen fast, denn die Titel der zwölf Stücke haben stimmungsvolle Untertitel wie „Sunshine on Sunday: Der Wind streichelt sanft mein Gesicht und die Sonne wärmt meine Haut“, „An Old Court Dance: Ein junger Mann aus Malta, der in London lebt, leiht mir seine Gitarre“ oder „Isabella: Eine wunderschöne Italienerin kreuzt meine Wege“. Von Neuseeland ist da aber so direkt nirgends die Rede, ach doch, die Cook’s Bay liegt glaube ich dort. Hätte das Album einen anderen Namen, wir würden es ihm aber auch glauben.

Ich schließe mit dem eindeutigen Fazit: Wer „Sommertiefe“ kennt und mag, der mag auch „Reise nach Neuseeland“. Wer beide noch nicht kennt und nur eine von beiden kaufen will, nehme doch lieber „Sommertiefe“ und stelle sich die Mühle vor an einem heißen Sommernachmittag so wie der heutige (4.7.2006), ein Gewitter zieht vorüber, Olaf sitzt am Fenster und musiziert, hinter ihm auf dem Tisch Tee und Kuchen, was er liebt, wenn man dem Untertitel des Stückes „Whistle Waltz“ glauben mag. Ah ja, ein Tee wäre schon recht. Ich mache mir gleich einen.

Hier die Trackliste:

Sunshine on Sunday
On the Beach
Joseph
Brandenburg
An Old Court Dance
Whistle Waltz
Dancing the Day
Drift away Café
City of Sails
Isabella
Cooks’s bay
Underpass

Wer die Untertitel lesen will, möge sich die CD besorgen. Doch, einen Untertitel gebe ich hier noch wieder: City of Sails: Mit einem rötlich schimmernden Streifen am Horizont beginnt der Tag...“, denn der passt zum Coverfoto.

http://www.olaf-sickmann.de/

meine Rezis von Olafs CDs im Folker!:
Olaf Sickmann. Sommertiefe.
In: Folker! 03.05., S. 86.
online: http://www.folker.de/200503/rezi-d.htm#01
Olaf Sickmann. Reise nach Neuseeland
In: Folker! 04.06., S. 93
(Kurzschluss, daher nicht online)

Korrekturmeldung im folkigen Rundbrief Nr. 2006-21:
Entgegen meiner romantischen Vorstellung in der CD-Rezension von Olaf Sickmanns „Reise nach Neuseeland“ befindet sich zwar das Tonstudio in der erwähnten Mühle, Olaf wohnt dort aber nicht und klimpert auch nicht den ganzen Tag vor sich hin. Und er war tatsächlich in Neuseeland, seine Musik handelt aber nicht von Landschaftsimpressionen, sondern von Begegnungen mit Menschen. Und die CD erschien nicht im Eigenverlag sondern bei Wonderland Records. Letzteres steht leider falsch im Folker!-Heft, aber im Netz (http://www.folker.de/) ist es korrigiert: OLAF SICKMANN: Reise nach Neuseeland (Wonderland Records WR 9034); 12 Tracks, 46:20; 4/2006

Monday, June 05, 2006

Konzertrezension: Drei Geiger unter Euch! Klaus der Geiger, Manni Neumann (Farfarello) und Christoph Broll (Szenario) am 5.6.2006 in der Lutherkirche

Drei Geiger unter Euch! Klaus der Geiger, Manni Neumann (Farfarello) und Christoph Broll (Szenario) am 5.6.2006 in der Lutherkirche in Köln-Nippes (von Gerhard Winter)
Konzertrezension:
von Gerhard Winter:

Am Montag Abend waren Ritsy und ich in einem 1 Euro Konzert in der Lutherkirche in Nippes mit Klaus dem Geiger, Manni Neumann und ein Gitarrist vom Trio Farfarello und Christoph Broll von Szenario. Sie haben fast ausschließlich improvisiert. Klaus den Geiger kannte ich schon und wusste daher, dass der Abend gut wird.

Klaus stimmte das Publikum schon mit seinem unnachahmlichen Lachen und seiner Lebensfreude in den Abend ein. Mit seiner ganzen Art zu geigen und singen ist er ein
Unikum in Köln. Manni Neumann fand ich live zu erleben noch grandioser als auf einer
Schallplatte vom Trio. Sein wildes Temperament gepaart mit einer Konzentrationskraft und einem absolut sauberem Bogenstrich erzeugte eine unglaubliche Spannung in der Kirche. So traten die 'Drei Geiger unter Euch' mit dem Gitarristen von Trio Farfarello in ein temperamentvolles musikalisches Gespräch.

Es gab auch einige Einzelauftritte. Klaus sang eines seiner alten Lieder über die Freiheit.
Christoph Broll trat alleine mit seiner Geige in einen Dialog mit einem ebenfalls von ihm selbst gespielten Klavier. Und Manni brachte als Einlage ein irisch angehauchtes Spiel auf 2 Flöten in
das die anderen dann einstimmten. Auch der Gitarrist überzeugte mit einem 6-saitigem Solo.
Die Idee, nur einen Euro Eintritt zu verlangen, hat Klaus als Protest gegenüber den 1-Euro-Jobs begründet und damit, dass sich auch Arbeitslose Konzerte leisten können. Ritsy und ich waren sehr begeistert von diesem Konzert.

Jetzt ist zufällig eine kleine Konzertbeurteilung entstanden. Wenn Du willst, und wenn Sie passt, kannst Du Sie im Rundbrief verschicken.

Infos im Netz:
http://www.kulturkirche-koeln.de/content/cont_4.php
http://www.klausdergeiger.de/
http://www.farfarello.de/ (funktioniert evtl. nicht)
http://www.szenario.de/

GW

Sunday, June 04, 2006

Konzertrezension: Duo Sart und Walter Boscheinen am 4.6.2006 in der Kapelle des Katholisch-Sozialen Instituts in Bad Honnef

Duo Sart und Walter Boscheinen am 4.6.2006 in der Kapelle des Katholisch-Sozialen Instituts in Bad Honnef

Am Pfingstsonntagabend wurde in der Kapelle des Katholisch-Sozialen Institutes in Bad Honnef zum einen den Teilnehmern eines Pfingstseminars im Hause, zum anderen uns auswärtigen interessierten Gästen ein poetisch-musikalisches Programm geboten. Für den poetischen Teil sorgte Walter Boscheinen, seines Zeichens Theologe und Mitarbeiter des Instituts, der das genannte Seminar durchführte, für den musikalischen Teil das Duo Sart, bestehend aus Rolf Beydemüller, der Folker!-Leserinnen und -Lesern für seine gitarrenkundigen Texte bekannt ist, und Ernst Nellessen.

Walter Boscheinen trug fünf selbstgeschriebene Gedichte vor, allesamt, passend zum Festtag, mit christlichen Inhalten. Glaube, Liebe und Hoffnung sind den Texten zu entnehmen, aber auch Verantwortungsbewusstsein und der Aufruf zum Engagement in unserer Welt, in der Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit so vieles bestimmen. Da heißt es zum Beispiel: „Wer heut noch Jesu Freund will sein / in seinem Alltagsleben / der mischt in unsere Welt sich ein, / ihr Christi Geist zu geben: / Wer heute Christus folgen will / gestalte mit und schweig nicht still.“

Rolf Beydemüller und Ernst Nellessen, ersterer mit zwei verschiedenen Gitarren, zweiterer mir drei verschiedenen Saxophonen und einer Klarinette, spielten zwischen den einzelnen Gedichten eine ruhige, zum Nachdenken oder Träumen einladende Musik, die sich aus diversen ethnischen Traditionen Europas speiste und auch Jazz- und Klassikanklänge aufwies. Die Musik hatte eigentlich gar nichts mit den Gedichten zu tun, war also nicht eigens für diese komponiert, aber verdichtete die Stimmung oder lockerte sie auf, wie man will. Jedenfalls bildeten beide Teile des Programms zusammen mit der fast runden Architektur und der Akustik der Kapelle eine Harmonie.

Petra und ich waren vorneweg noch gewandert von Thomasberg über Kloster Heisterbach nach Königswinter, und waren dann mit der Bahn nach Bad Honnef gefahren, wo wir noch in einem griechischen Restaurant zu Abend gegessen haben. Unter diesen Vorraussetzungen wurden wir bei all den ruhigen Tönen auch ein wenig müde. Schön war es aber dennoch!

http://www.beydemueller.de/
http://www.ksi.de/

MAS

Friday, May 26, 2006

Konzertrezension: 2. Celtic Attractions Festival im Zirkuszelt im Kinder- und Jugendzentrum Köln-Weiß am 26.5.2006

2. Celtic Attractions Festival im Zirkuszelt im Kinder- und Jugendzentrum Köln-Weiß am 26.5.2006


Offiziell, also auf den Plakaten des Veranstalters Ralf Wackers, heißt es ja „Celtic Attractions – 2. Irish Folk Festival im Zirkuszelt“, auf der Homepage „Celtic Attractions – Celtic Festival im Zirkuszelt“. Aber ich finde „2. Celtic Attractions Festival“ viel griffiger, da kann man dann so schon „2. CAF“ draus machen, nachdem im April das 5. BIFF stattfand, und andere Festivals auch mit Abkürzungen wie IFF, SPDCF, ISF, SFF, CHF usw. betitelt werden, nicht zu vergessen das TFF. Das kann sich das CAF dann schön einreihen. Und das kann es nicht nur in Bezug auf die Abkürzungsmöglichkeit des Namens, sondern auch in Bezug auf die Qualität der gebotenen Musik. Doch dazu später.

Eines muss ich ja vorneweg lobend erwähnen: Ralfs Geduld. Lief schon im letzten Jahr, beim 1. CAF (offiziell: „Celtic Attractions – 1. Irish/Scottish Folk Festival im Zirkuszelt“), das Regenwasser ins Zirkuszelt, so war das Festival auch in diesem Jahr, obwohl einen Monat später, mit Regen gesegnet. Die Temperaturen im Zelt sorgten zudem dafür, dass alles schön frisch blieb. Ralf meinte locker: „Irisches Wetter eben.“ Und dann scheint auch organisatorisch einiges anders gelaufen sein, als er sich das gewünscht hatte, so dass sogar drei verschiedene Anfangszeiten in Umlauf waren: 19 Uhr laut Homepage, 19.30 Uhr laut Irischem Rundbrief und 20 Uhr laut einer anderen Quelle, und auf den Plakaten stand nur das Datum, aber keine Uhrzeit. Aber das brachte Ralf auch nicht aus der Ruhe: „Wir fangen erst um 20 Uhr an, da verschiedene Zeiten im Umlauf sind. Das macht aber nichts, es gibt noch genug Musik heute Abend, und nachher noch eine Session bis in die Nacht.“ (So ungefähr, also nicht ganz wörtlich.) Petra hätte sich derweil gerne mit einem Rotwein aufgewärmt und in Stimmung gebracht, aber den gab es nicht. Mir genügte ein Fläschchen Kilkenny.

Doch dann war es endlich so weit. Joergen W. Lang, Franziska Urton und Johannes Mayr standen in der Manege, ersterer mit Gitarre, zweitere mit Geige, dritterer mit Akkordeon. Dán bestritt also die erste Hälfte des Abends. Sie begannen ganz leise mit einer auf der Gitarre gespielten Melodie, die Geige und Akkordeon fast einen Bordun unterlegten, der in Akkorde überging. Dann übernahmen sie die Melodie, die langsam schneller wurde und sich zu einem Jig entwickelte, der nicht einfach so dahin hüpfte, sondern immer wieder in die Tiefe ausholte und auch nach oben oder unten die eigentliche Melodie ausweitete. Immer kräftiger wurde sie, und plötzlich würde die zum Reel. So gelang es ihnen, das Publikum aus der Kältestarre zu holen, und damit es nicht gleich wieder zurück fiel, setzten sie einen Polkaset hintendran, der auch auf deren CD drauf ist, und den ich bei meiner zweiten CD-Rezension (der für den Folker!) etwas detaillierter würdigte. „Jou, das ist es, jetzt bin ich wach und bin in alle Fasern meiner musikalischen Empfindungen stimuliert.“ So empfand ich. Die Lieder, die folgten, trafen so auf fruchtbaren Boden, Joergens Stimme pflügte, Geige und Akkordeon säten und bewässerten ihn. Auch wechselten sie die Instrumente, so griff Joergen zur Low Whistle, Johannes zu seinem überdimensionalen Kontrabass. Die Töne wurden auch mal schräg, Hölderlin Express ließ grüßen, nicht nur bei „Nem Üzemel“, sondern eigentlich gleich von Anfang an. Franziska moderierte zwischendurch mit münsterländischer Bodenständigkeit, die man ihrem rasanten und minutiös-filigranen Fiddlespiel gar nicht anmerkt. Da muss noch anderes im Spiel sein, ja, sie wohnt zwar in Münster, ist aber in Bochum geboren. Ob es das ist? Nun ja, man mag sich stiebende Funken eines Hochofens vorstellen, wenn man ihren Bogen tanzen sieht. Wie dem auch sei, ehe man sich versah oder verhörte, war die erste Hälfte auch schon vorbei, obgleich sie lange spielten, über eine Stunde, aber so ist das eben wenn man im Flow ist, sei es als Musiker oder als Zuhörer. Und ersteren sei versichert: Die zwei, die vor Ende des Gigs hinaus gingen, kamen nach entleerter Blase wieder, das kann ich bezeugen. Und es kamen sogar noch Leute dazu, die freilich wirklich was verpasst haben!

Kann man da noch was drauf setzen? Bestimmt nicht, wenn man eine ähnliche Art vom Irish Folk spielt. Iontach, also Siobhán Kennedy (aus Nordostirland, den County habe ich nicht verstanden, und somit die Vorzeigeirin des Abends) auf Querflöte, Jens Kommnick auf Bouzouki und Angelika Berns auf Bhodrán begannen anders als Dán nicht langsam und wurden dann schneller, sondern sie begannen schnell mit dem Reelset „the dream of home“, mit dem auch deren CD beginnt, und wie auch auf der CD ist diese schnelle, rasante Spielweise nicht das Typische und Besonderes für sie, obgleich sie sie meisterhaft beherrschen. Nein, ihre Besonderheit ist der mehrstimmige Gesang, sei es auf Gälisch, sei es auf Englisch, sei es auf Latein. Damit entführten sie das Publikum in alte irische Klostergewölbe, wenn auch in diesen Klöstern kaum Männer und Frauen miteinander gesungen haben dürften. „Quotenmann“ Jens brummte seinen Mitsängerinnen auch keineswegs dazwischen, sondern war nur um weniges tiefer als sie. Und dann doch wieder Tunesets, die die Stimmung davon abhielten, all zu sakral zu werden, und dabei bediente Jens auch mal eine Uilleann Pipe, mal eine Whistle, mal ein Keyboard, mal ein Cello, Siobhán auch mal eine Fiddle oder eine Whistle und Angelika das Keyboard oder eine Whistle. Schon alleine durch diese Instrumentenvielfalt wirkte der Gig so kurzweilig und leichtfüßig, gewissermaßen ein Gegengewicht zu den mehrstimmigen Liedern wie „senex puer“ oder „brighid’s kiss“. Leichtfüßig waren auch die Moderationen zwischendurch, vor allem von Jens, witzig, selbstironisch („Wenn Ihr Zeit habt, könnt Ihr ja nachher mit mir eine Selbsthilfegruppe gründen“ sprach der „Quotenmann“), sympathisch („Ich hab auch mal in Köln gewohnt. Ich weiß nicht, wie groß hier der Lokalpatriotismus ist, ich war nie in Köln-Weiß. Und ich weiß nicht, ob das jetzt ein Fehler ist, das zu hier zu sagen, ich hab gewohnt beim, na wie hieß das noch, beim Rudolfplatz hab ich gewohnt. Ist das in Ordnung? Da war auch gleich das Millowitsch-Theater in der Nähe, da hab ich mich wohlgefühlt.“), bescheiden („Normalerweise sage ich bei dem Cello immer ‚Geige für Angeber’ aber wenn ich mir Johannes Kontrabass so anschaue. Man muss wissen, wann man die Klappe halten soll.“) (Alles nicht ganz wörtlich, aber fast.)

Man kann sich vorstellen, dass für mich, der ich ja die CDs der beiden Bands für den Folker! rezensiert hatte, wobei diese mir so tief rein gingen, dass ich sie kurzerhand als Besondere vorschlug, was auch durchkam, sehr sehr gespannt auf diesen Abend war, und, obgleich oder weil ich beide Bands schon life gehört hatte, mich darauf freute wie ein Kind auf Weihnachten. Und anders als auf den CDs spielten die sechs dann auch noch zusammen in einer Festivalsession, wobei es dann sehr schottisch zuging: „Both sides of the Tweet“ und „Caledonia“ sangen sie, unterbrochen von einem Reelset. Schade, dass ich zu früh mein letztes Foto verschoss, denn so kann ich folgendes nur aus dem Gedächtnis beschreiben. Aus Publikumsperspektive links standen Joergen und Siobhán mit Whistles, in der Mitte saß Jens mit einer Gitarre, und über ihn beugte sich Johannes von seinem Kontrabass herunter, um zum Singen ans Mikrophon zu kommen, derweil er weiter zupfte, so dass er fast so über seinem Instrument hing, wie das von ihm erwähnte Eichhörnchen auf einem Ast, während es ihnen bei der Probe zusah, und rechts standen Franziska mit ihrer Fiddle und Angelika mit der Bodhrán. Diesen Genuss können die CDs nicht bieten, dazu musste man ins Zirkuszelt kommen. So ging ein ganz besonderes Konzert zu Ende, nach zirka dreieinhalb Stunden Spielzeit so gegen halb elf, und ich fühlte mich reichlich beschenkt. Das waren echte Stars in der Manege!

Wenn ich Siobhán als „Vorzeigeirin“ bezeichne, dann ist das insofern etwas ironisch, als viele Leute ja die originale Musik aus Irland und Schottland streng unterscheiden von der Musik deutscher und anderer Epigonen, die sie als nicht autochton empfinden. Und von der Perspektive her gilt es immer als ein besonders Qualitätsmerkmal, bei einem solchen Festival zumindest eine Irin oder einen Schotten dabei zu haben. Dagegen ist, zumal wenn es sich um eine solche Musikerin wie Siobhán handelt, natürlich nichts einzuwenden, aber die Musikerinnen und Musiker des Abends haben auch bewiesen, dass bei aller Verwurzelung in Irland und Schottland die Musik doch unabhängig davon geworden ist, woher denn die Musizierenden stammen und wo sie wohnen. Sicher hat die Szene in Irland und Schottland mehr Aktive als zum Beispiel hier in Deutschland, und Geraldine MacGowan hat mir gegenüber ja auch betont, dass der Kontakt zur Szene in Irland wichtig für ihre Musik sei, aber grundsätzlich ist die Musik hier angekommen und nimmt nach und nach eigene, autochtone Formen an, nicht weniger als zum Beispiel in USA, wo längst nicht alle Spitzenmusiker des Irish/Scottish Folk Verbindungen zu Ir- oder Schottland haben. Man denke nur mal an Millish aus Michigan, für die Joergen ja an diesem Abend mit seinem T-Shirt Werbung machte. (Nein, Jens, mit Willi Millowitsch hat das weniger zu tun.)

Zu guter letzt gab es dann wirklich noch eine Session, nicht im Zelt, sondern im Café des Kinder- und Jugendzentrums, an der etwa vierzehn Musiker(innen) teilnahmen. Ich hatte das Glück, direkt neben Franziska sitzen zu können, so dass ich ihrem Bogen noch ein wenig zusehen konnte. Nach ein paar Reelsets, die sich so leicht anhörten und so schwer zu spielen sind (bzw. für mich großenteils gar nicht) wagte ich auch mal einen March auf meiner Whistle, wobei mich zum Glück Margret Hüffer unterstütze, und so nach zwei, drei Durchgängen bequemten sich die Instrumentakrobaten mitzuspielen, und wir setzten noch ein paar Jigs hintendran. Das machte Spaß! Die Wremer (also die von Iontach) mussten noch nach Hause zurück, fünf Stunden durch die Regennacht, keine Ahnung, wie lange die anderen noch machten, wir fuhren gegen 1 Uhr oder so.

Habe ich noch was vergessen? Ach ja, der Veranstalter nennt sich „Kultur unter der Kuppel“ und unterstützt wurde das Festival vom einem Köln-Cork-Verein oder so. Und wenn Ralf bei der Qualität bleiben will, muss er schon mal anfangen sich umzugucken. Ralf, vielleicht schaust Du mal hier rein: http://www.frielskitchen.de, denn dann hättest Du schon mal drei der Musiker(innen) dieses Abends wieder dabei, sofern die auf der Homepage genannte Besetzung noch aktuell ist. Aber da kennst Du Dich ja selber aus.

Und hier ein paar Links zum Weiterstöbern:

Zum CAF:
die Homepage:
www.celtic-attractions.de
meine Rezi vom 1. CAF:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/04/konzertrezension-celtic-attractions-1.html bzw. http://tinyurl.com/85qdj

Zu Iontach:
deren Homepage:
http://www.iontach.de/
meine Folker!-Rezi von deren CD:
http://www.folker.de/200406/bescd.htm#03
meine Rezi von deren Konzert im FiF:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-iontach-am-1732006-im.html bzw. http://tinyurl.com/jtzxq

Zu Dán:
deren Homepage:
http://www.danmusic.de/
meine Rezi von deren Konzert im Bungertshof:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/01/konzertrezension-dn-am-20012006-im.html bzw. http://tinyurl.com/8fmug
meine 1. Rezi von deren CD:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/cd-rezension-dn-stranger-at-gate.html bzw. http://tinyurl.com/c938n
meine Folker!-Rezi von deren CD:
http://www.folker.de/200603/bescd.htm#01

Speziell zu Jens Kommnik und Siobhán Kennedy:
Jens’ HP:
http://www.jenskommnick.de/
Wikipedia-Artikel über ihn:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Kommnick
meine Folker!-Rezi der CD von Peter Kerlin, auf der sie mitspielen
http://www.folker.de/200601/rezi-d.htm#03

Speziell zu Johannes Mayr:
seine Hompage:
http://www.johannes-mayr.de
meine Rezi vom BalFolk in Marienthal, wo er mit Mensch Mayr und Jostal spielte:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/12/konzertrezension-bal-folk-mit-mensch.html bzw. http://tinyurl.com/8spax
meine erste Rezi von seiner CD:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/05/cd-rezension-johannes-mayr-blue-bellow.html bzw. http://tinyurl.com/apuy5
meine Folker!-Rezi von seiner CD:
http://www.folker.de/200406/rezi-d.htm#06

Speziell zu Joergen W. Lang:
seine HP:
http://www.worldmusic.de/
meine Rezi zum 3. BIFF, wo er mit Laundry List spielte:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/04/konzertrezension-3-bonner-irish-folk.html bzw. http://tinyurl.com/7a877

Außerdem zu Geraldine MacGowan:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/06/konzertrezension-geraldine-macgowan.html bzw. http://tinyurl.com/a3knf
und
http://www.folker.de/200505/05geraldinemacgowan.htm
Und zu Millish:
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-irish-spring-festival.html


MAS

Monday, May 22, 2006

Alphabetische Liste der Musikrezensionen

Alphabetische Liste der Musikrezensionen

Dies ist eine Auflistung der Konzert- und CD- bzw. DVD-Rezensionen, die entweder im Folkigen Rundbrief für Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und Umgebung, wobei bei den von Ferdi Laroche und Jutta Mensing geschriebenen Rezis deren Namen in Klammern dabei stehen, oder von mir geschrieben im Folker! erschienen sind. Die Links verweisen auf Onlineveröffentlichungen im Internetportal für Folk- und Weltmusik in Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und Umgebung http://www.bonn.folk.welt.musik.de.vu/ und auf der Folker!-Homepage http://www.folker.de/. Die auf unserm Internetportal erschienen CD-Rezensionen erscheinen nach und nach zusätzlich auf Thomas Engerts http://www.folkig.de/. Wo keine Links dabei sind, gibt es nur die Papierveröffentlichung im Folker!-Heft. Das sind in der Regel die so genannten Kurzschlüsse mit bis zu 300 Zeichen oder die Konzertberichte der Rubrik „Ortstermin“.
Unter den Auflistungen sind noch ein paar weitere musikjournalistische Texte von mir aufgelistet.
Michael A. Schmiedel

Konzertrezensionen. 1
CD-und DVD-Rezensionen. 5
Weitere musikjournalistische Texte. 8



Konzertrezensionen
Name der Veranstaltung
mit Link auf die Online-Rezension
Datum der Veranstaltung


1. Bonner Irish Folk Festival am 20.4.2002 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2002/04/konzertrezension-1-bonner-irish-folk.html bzw. http://tinyurl.com/8oltl
2002.04.20
1. Celtic Attractions Festival
Celtic Attractions – 1. Irish/Scottish Folkfestival im Zirkuszelt am 8.4.2005 in Köln-Weiß
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/04/konzertrezension-celtic-attractions-1.html bzw. http://tinyurl.com/85qdj
2005.04.08
1. Irish Folk Fest im Brückenforum am 12.12.2000 im Brückenforum in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2000_12_01_folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen_archive.html bzw. http://tinyurl.com/bkaka
2000.12.12
16. St. Patrick’s Day Celebration Festival am 9.3.2005 in Max Ernst Museum in Brühl
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/03/konzertrezension-16-st-patricks-day.html bzw. http://tinyurl.com/bnmzt
2005.03.09
2. Bonner Irish Folk Festival am 26.4.2003 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2003/04/konzertrezension-2-bonner-irish-folk.html bzw. http://tinyurl.com/7dtj3
2003.04.26
3. Bonner Irish Folk Festival am 24.4.2004 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/04/konzertrezension-3-bonner-irish-folk.html bzw. http://tinyurl.com/7a877
2004.04.24
3. Weltkulturfestival „Horizonte“ am 15./16. Juli 2005 auf der Festung Ehrenbreitstein (von Jutta Mensing)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/07/festivalrezension-3-weltkulturfestival.html bzw. http://tinyurl.com/83fa3
2005.07.15./16.
4. Bonner Irish Folk Festival am 23.4.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/04/konzertrezension-4-bonner-irish-folk.html bzw. http://tinyurl.com/auwdz
2005.04.23
5. Bonner Irish Folk Festival am 29.4.2006 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/04/konzertrezension-5-bonner-irish-folk.html bzw. http://tinyurl.com/ftoh5
2006.04.29
5. Bonner Irish Folk Festival am 29.4.2006 in der Harmonie in Bonn-Endenich
Ortstermin-Artikel im Folker!
in Arbeit
2006.04.29
Angelo Branduardi: Die Laude des Heiligen Franziskus am 16.2.2006 im Brückenforum in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/konzertrezension-angelo-branduardi-die.html bzw. http://tinyurl.com/anfwf
2006.02.16
Bal Folk mit Mensch Mayr und Jostal in Marienthal am 5.12.2004
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/12/konzertrezension-bal-folk-mit-mensch.html bzw. http://tinyurl.com/8spax
2004.12.05
Battlefield Band am 1.2.2006 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/konzertrezension-battlefield-band-am.html bzw. http://tinyurl.com/8jxnl
2006.02.01
Bedlam am 18.2.2005 im Café Tiferet in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/02/konzertrezension-bedlam-am-1822005-im.html bzw. http://tinyurl.com/82amt
2005.09.18
Bonner Folktreff mit Irish Stew am 14.12.2003 im Anno Tubac in Bonn (von Ferdi)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2003/12/konzertrezension-bonner-folktreff-mit.html bzw. http://tinyurl.com/aqr44
2003.12.14
Bonner Folktreff mit Secret Seven im Februar 2003 in Anno Tubac in Bonn (von Ferdi)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2003/02/konzertrezension-bonner-folktreff-mit.html bzw. http://tinyurl.com/7uwp9
2003.02.14 ca.
Dán am 20.01.2006 im Bungertshof in Königswinter-Oberdollendorf
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/01/konzertrezension-dn-am-20012006-im.html bzw. http://tinyurl.com/8fmug
2006.01.20
Die Erkelteten und Keen on Tunes am 28.3.2006 in der Musikschule Kirschallee in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-die-erkelteten-und.html bzw. http://tinyurl.com/jnsoe
2006.03.28
Die Erkelteten und Rolling Wave am 13.4.2005 in der Musikschule Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/04/konzertrezension-die-erkelteten-und.html bzw. http://tinyurl.com/8oy6w
2005.04.13
DITIB-Antiterrorismus-Demonstration in Köln am 21.11.2004
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/11/demonstrationsrezension-gedanken-zur.html bzw. http://tinyurl.com/d2bwd
2004.11.04
Ehren-Ruth für Jan Reichow
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/02/ehren-ruth-fr-jan-reichow.html bzw. http://tinyurl.com/7kyml
2005.07.
Ein paar unausgereifte Gedanken über bulgarische Einflüsse auf die irische Musik
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/12/ein-paar-unausgereifte-gedanken-ber.html bzw. http://tinyurl.com/b78ve
2004.12.
Eitre am 11.5.2006 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef
in Arbeit
2006.05.11

Faust am 3.5.2005 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/05/konzertrezension-faust-bei-folk-im.html bzw. http://tinyurl.com/8vauo
2005.05.03
Flook am 21.11.2004 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/11/konzertrezension-flook-am-21112004-in.html bzw. http://tinyurl.com/8e5sg
2004.11.21
Gambrinus am 19.11.2005 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/11/konzertrezension-gambrinus-beim-folk.html bzw. http://tinyurl.com/ajj9e
2005.11.19
Geraldine MacGowan & Band am 15.6.2005 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/06/konzertrezension-geraldine-macgowan.html bzw. http://tinyurl.com/a3knf
2005.06.15
Harald „Paddy“ Schmidt am 25.4.2006 in der Harmonie in Bonn-Endenich (von Ferdi)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/04/konzertrezension-harald-paddy-schmidt.html
2006.04.25
Iontach am 17.3.2006 im Feuerschlösschen in Bad Honnef
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-iontach-am-1732006-im.html bzw. http://tinyurl.com/jtzxq
2006.03.17
Irish Spring – Festival of Irish Folk Music am 15.3.2006 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-irish-spring-festival.html
2006.03.15
Irish Spring - The Festival of Irish Folk Music"The Sky's the Limit!" am 19.3.2005 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/03/konzertrezension-irish-spring-festival.html bzw. http://tinyurl.com/buqlf
2005.03.19
Irish Stew am 1.4.2006 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/04/konzertrezension-irish-stew-am-142006.html bzw. http://tinyurl.com/msc95
2006.04.01
Jochen Vogel u.a. am 17.12.2004 auf einer Weihnachtsfeier in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/12/konzertrezension-jochen-vogel-ua-am.html bzw. http://tinyurl.com/7ts52
2004.12.17
Klang der Kulturen auf dem Symposium des Annemarie Schimmel-Forums am 21.01.2006 im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/01/konzertrezension-klang-der-kulturen.html bzw. http://tinyurl.com/bduwh
2006.01.21
Klangwelten-Festival am 8.11.2005 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/11/konzertrezension-klangwelten-festival.html bzw. http://tinyurl.com/c6xf6
2005.11.08
Last Night’s Fun am 13.5.2006 in der Brasserie Bon’n Soir in Bonn
in Arbeit
2006.05.13
Last Night’s Fun am 17.3.2005 in der Mausefalle 33 1/3 in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/03/konzertrezension-last-nights-fun-am.html bzw. http://tinyurl.com/8rs7y
2005.03.17
Le Clou am 3.2.2006 in Bungertshof in Königswinter-Oberdollendorf
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/konzertrezension-le-clou-am-322006-in.html
bzw. http://tinyurl.com/7zgux
2006.02.03
Le Clou am 31.3.2006 in der Harmonie Bonn-Endenich (von Ferdi)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-le-clou-am-3132006-in.html bzw. http://tinyurl.com/prrwt
2006.03.31
Lokal Heroes am 17.3.2006 im Bungertshof in Königswinter-Oberdollendorf (von Ferdi)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-lokal-heroes-am.html
2006.03.17
Lokal Heroes am 28.1.2006 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006_01_01_folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen_archive.html
2006.01.28
Lokal Heroes am 29.1.2005 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/01/konzertrezension-lokal-heroes-am.html bzw. http://tinyurl.com/agzk7
2005.01.29
Mirta & The Goalgetters am 7.4.2006 im Bungertshof in Königswinter-Oberdollendorf
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/04/konzertrezension-mirta-goalgetters-am.html bzw. http://tinyurl.com/o9grg
2006.04.07
Musical „Anatevka“ in der Bonner Oper am 20.11.2004
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/11/konzertrezension-ein-paar-gedanken-zum.html bzw. http://tinyurl.com/8ahgk
2004.11.20
Norland Wind am 21.3.2001 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2001/03/konzertrezension-norland-wind-am.html bzw. http://tinyurl.com/8fhwv
2001.03.21
Norland Wind am 24.11.2005 im Bungertshof in Oberdollendorf
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/11/konzertrezension-norland-wind-im.html bzw. http://tinyurl.com/dux2q
2005.11.24
Positano am 21.2.2006 im Café Tiferet in Bonn (von Ferdi)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/konzertrezension-positano-am-2122006.html
2006.02.21
PS Gitarrenduo am 30.10.2004 im AnnoTubac in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/10/konzertrezension-ps-gitarrenduo-am.html bzw. http://tinyurl.com/9c5uf
2004.10.30
Pure Irish Drops am 8.10.2004 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/10/konzertrezension-pure-irish-drops-am.html bzw. http://tinyurl.com/acx5c
2004.10.08
Pure Irish Drops am 8.10.2005 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/10/konzertrezension-pure-irish-drops-in.html bzw. http://tinyurl.com/csqne
2005.10.08
Rheinpiraten und Liederjan am 30.9.2005 im Bungertshof in Königswinter-Oberdollendorf
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/09/konzertrezension-rheinpiraten-und.html bzw. http://tinyurl.com/9wwbj
2005.09.30
Ronnie Drew und Mike Hanrahan am 26.9.2004 in der Harmonie
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/09/konzertrezension-ronnie-drew-und-mike.html bzw. http://tinyurl.com/8qv42
2004.09.26
Sahara am 11.2.2006 in der Harmonie in Bonn-Endenich
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/konzertrezension-sahara-am-1122006-in.html bzw. http://tinyurl.com/8qfzs
2006.02.11
Schelmish am 17.9.2004 in Ebernburg
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/09/konzertrezension-eindruck-vom.html bzw. http://tinyurl.com/bgrtk
2004.09.17
Show of Hands am 15.9.2005 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/09/konzertrezension-show-of-hands-beim.html bzw. http://tinyurl.com/chskq
2005.09.15
Soul United am 18.3.2006 im Session in Bonn
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/konzertrezension-soul-united-am.html
2006.03.18
The Irish Folk Festival – Tunes for Tara Tour am 15.11.2005 in der Philharmonie in Köln
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/11/konzertrezension-irish-folk-festival.html bzw. http://tinyurl.com/bvnoe
2005.11.15
The Irish Folk Festival 04 – Celtic Legends am 25.10.2004 in der Philharmonie in Köln
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/10/konzertrezension-irish-folk-festival.html bzw. http://tinyurl.com/dzpjs
2004.10.25
The Midden am 22.10.2005 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/10/konzertrezension-midden-beim-folk-im.html bzw. http://tinyurl.com/dd4ds
2005.10.22
Weihnachtskonzert „mit Dudelsack und Drehleier“ am 26.12.2004 in der Nachfolge-Christi-Kirche in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/12/konzertrezension-weihnachtskonzert-mit.html bzw. http://tinyurl.com/clmks
2004.12.26
Whisht! am 9.10.2004 im Feuerschlösschen in Bad Honnef
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/10/konzertrezension-whisht-am-9102004-im.html bzw. http://tinyurl.com/aqjjt
2004.10.09
Whisht! im Bungersthof am 16.12.2005 in Königswinter-Oberdollendorf
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/12/konzertrezension-whisht-im-bungersthof.html bzw. http://tinyurl.com/bnyt7
2005.12.16
Wibbelstetz am 20.8.2005 in Nettersheim
Ortsterminartikel:
Nordeifeler Mundartszene. 20 Jahre Wibbelstetz - Jubiläumskonzert, Nettersheim, 20.8.2005.
In: Folker! 06.2005, S. 72.
2005.08.20

CD-und DVD-Rezensionen
Name der CD/DVD
Veröffentlichungsdatum der Rezension


Aisleng. Down at Dunbar.
In: Folker! 04.05., S. 82.
online: http://www.folker.de/200504/rezi-d.htm#08
2005.07.01
An Beara. Sunrise at Beara.
In: Folker! 01.06., S. 94.
2006.01.01
Ann Rinn. Coal. Songs of the working man.
In: Folker! 02.06., S. 88.
online: http://www.folker.de/200602/rezi-d.htm#03
2006.03.01
April Moon. Suddenly September
In: Folker! 01.05., S. 87.
2005.01.01
Bardic (live). Close To The Audience.
In: Folker! 02.06., S. 97.
2006.03.01
Bardic. Discover
In: Folker! 05.04, S. 88.
2004.09.01
Battlefield Band. the Road of Tears
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/cd-rezension-battlefield-band-road-of.html bzw. http://tinyurl.com/92ewu
2006.02.09
Caledonix. Plaid Without Compromise
In: Folker! 06.04, S. 90.
2004.11.01
Carol Knauber’s String Attack. the journey
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/03/cd-rezension-carol-knaubers-string.html
bzw. http://tinyurl.com/pwc5q
2006.03.11
Ceolan. ten Years ain’t enough.
In: Folker! 05.05., S. 93.
2005.09.01
Chris Simmance. Nomad.
In: Folker! 04.05., S. 81.
online: http://www.folker.de/200504/rezi-d.htm
2005.07.01
Chris Simmance. People and Places
In: Folker! 01.05., S. 77.
online: http://www.folker.de/200501/rezi-d.htm#07
2005.01.01
Cobblestones. Irish & Scottish Folk. Eating Trifle.
In: Folker! 04.05., S. 89.
2005.07.01
Dán. Stranger at the Gate
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/dn-stranger-at-gate.html bzw. http://tinyurl.com/c938n
2006.02.09
Dán. Stranger at the Gate.
In: Folker! 03.06., S. 84.
Online: http://www.folker.de/200603/bescd.htm#01
2006.05.01
Deitsch. Königskinder.
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/11/cd-rezension-deitsch-knigskinder.html bzw. http://tinyurl.com/ddp3h
2005.11.14
Dhalia’s Lane. Holymount.
In: Folker! 06.05., S. 81.
online: http://www.folker.de/200506/rezi-d.htm
2005.11.01
Eilean. Celtic Music. Imbolic
in Arbeit
voraussichtlich
2006.07.01
Faust. vildsint
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/06/cd-rezension-faust-vildsint.html bzw. http://tinyurl.com/7dmys
2005.06.08
Fiddler’s Green. Jubilate. (DVD)
In: Folker! 02.06., S. 86.
online: http://www.folker.de/200602/rezi-dvd.htm#01
2006.03.01
Finnegan. The Spirit of Ireland
Finnegan. What a Night.
In: Folker! 06.04, S. 91.
2004.11.01
Flaxmill. all it takes...
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/08/cd-rezension-publiners-in-publin.html bzw. http://tinyurl.com/9njyj
2005.08.30
Foreign Feathers. it could be worse.
Foreign Feathers. ripe.
In: Folker! 03.06., S. 82.
Online: http://www.folker.de/200603/rezi-d.htm#08
2006.05.01
Glenfiddle. The Lonesmome Boatman.
In: Folker! 03.06., S. 91.
2006.05.01
Günter Hochgürtel. Troubadour. Günter Hochgürtel singt eigene und andere Lieder.
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/10/cd-rezension-gnter-hochgrtel.html bzw. http://tinyurl.com/dsbzy
2005.10.11
Iontach. The Half Gate
In: Folker! 06.04, S. 81.
online: http://www.folker.de/200406/bescd.htm#03
2004.11.01
Johannes Mayr. blue bellow
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/05/cd-rezension-johannes-mayr-blue-bellow.html bzw. http://tinyurl.com/apuy5
und
http://www.folkig.de/reviews/johannesmayr.php3
2004.05.23
Johannes Mayr. blue bellow
In: Folker! 06.04, S. 80.
online: http://www.folker.de/200406/rezi-d.htm#06
2004.11.01
Katy Sedna. ...for you
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/01/cd-rezension-katy-sedna-for-you.html bzw. http://tinyurl.com/cpqy7
2006.01.04
Lawaschkiri. Susa i brusa
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/05/cd-rezension-lawaschkiri-susa-i-brusa.html bzw. http://tinyurl.com/h7yq7
2006.05.10
Lawaschkiri. Susa i brusa.
In: Folker! 03.06., S. 92.
2006.05.01
Lokal Heroes. Hurrah...
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/02/cd-rezension-lokal-heroes-hurrah.html bzw. http://tinyurl.com/97rws
und
http://www.folkig.de/reviews/lokalheroes.php3
2004.02.17
Lokal Heroes. Smash the Windows.
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/01/cd-rezension-lokal-heroes-smash.html
2006.01.23
Makama. Makama
In: Folker! 02.05., S. 85.
online: http://www.folker.de/200502/rezi-d.htm#02
2005.03.01
McMontos. Unreal.
In: Folker! 06.05., S. 92.
2005.11.01
Moving Cloud. Sweet Nyaa. Irish Traditional Music.
In: Folker! 04.05., S. 92.
2005.07.01
Neil Brophy Band & Fiddler on the Hoof . Road to Meo.
In: Folker! 01.06., S. 94.
2006.01.01
No Rush! Folk- & Weltmusik. ...flowing and growing
In: Folker! 06.04, S. 81.
online: http://www.folker.de/200406/rezi-d.htm#11
2004.11.01
Olaf Sickmann. Reise nach Neuseeland
in Arbeit
voraussichtlich
2006.07.01
Olaf Sickmann. Sommertiefe.
In: Folker! 03.05., S. 86.
online: http://www.folker.de/200503/rezi-d.htm#01
2005.05.01
Omnia. Pagan Folk
in Arbeit
voraussichtlich
2006.07.01
Paddy goes to Holyhead. Acoustic Nights
In: Folker! 05.04, S. 79.
online: http://www.folker.de/200405/rezi-d.htm#09
2004.09.01
Paddy-B.. johnny jump up. finest irish songs and tunes. Brambus Records.
In: Folker! 02.06., S. 100.
2006.03.01
Peter Kerlin with Jens Kommnick. Dancing Days.
In: Folker! 01.06., S. 87.
online: http://www.folker.de/200601/rezi-d.htm
2006.01.01
Piper’s Wine. Stoppin’ by.
In: Folker! 01.06., S. 96.
2006.01.01
Positano. Mehr.
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/01/cd-rezension-positano-mehr.html bzw. http://tinyurl.com/9xpqb
2006.01.04
Publiners. in Publin
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/08/cd-rezension-tosnu-tosnu.html bzw.
http://tinyurl.com/cgek9
2005.08.30
Rabies. Bad Ass Molly
In: Folker! 05.04, S. 91.
2004.09.01
Ralf Kleemann. Tides. New Celtic Harp / Neue Keltische Harfe.
In: Folker! 02.06., S. 99.
2006.03.01
Rapalje. ♠ Die neue CD
In: Folker! 05.04, S. 82.
online: http://www.folker.de/200405/rezi-eu.htm#16
2004.09.01
Rapalje. ♦
In: Folker! 03.05., S. 100.
2005.05.01
Roisín Dubh. New Life
In: Folker! 06.04, S. 93.
2004.11.01
Scallywag. entschuldiger.
In: Folker! 04.05., S. 93.
2005.07.01
Smoky Finish. tune the speed.
In: Folker! 03.05., S. 101.
2005.05.01
Solid Ground. First Flush.
In: Folker! 01.05., S. 92.
2005.01.01
Sperris & Wicca. Falling up the sky
In: Folker! 05.04, S. 92.
2004.09.01
Tanglefoot. Believe it or not
in Arbeit
voraussichtlich
2006.07.01
Taschakor. Storyteller.
In: Folker! 02.05., S. 97.
2005.03.01
Tears for Beers. Love songs from far behind the sea.
In: Folker! 02.05., S. 97.
2005.03.01
The Boxheads. Box Rehearsel
In: Folker! 06.04, S. 90.
2004.11.01
The Duggans & Friends. Rubicon
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005_12_01_folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen_archive.html bzw. http://tinyurl.com/akao7
2005.12.15
The Irish Folk Festival 05. Tunes for Tara.
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/09/cd-rezension-irish-folk-festival-05.html bzw. http://tinyurl.com/cnypa
2005.09.23
Tosnu. Tosnu
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/08/cd-rezension-flaxmill-all-it-takes.html bzw. http://tinyurl.com/9vzb2
2005.08.30
Tunefish. ...from Texas to Tipperary.
In: Folker! 02.05., S. 97.
2005.03.01
Unkenschnabel. le Percheron
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/07/cd-rezension-unkenschnabel-le.html bzw. http://tinyurl.com/daqac
und
http://www.folkig.de/reviews/unkenschnabel.php3
2004.07.26
Vivre. Vivre avec la musique celtique.
In: Folker! 05.05., S. 97.
2005.09.01
Walter Liederschmitt & Andreas Sickmann. Treverer Barden. Trier/Mosel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/cd-rezension-walter-liederschmitt.html bzw. http://tinyurl.com/977wx
2006.02.09
Waxman. Rising Tide.
In: Folker! 05.05., S. 85.
online: http://www.folker.de/200505/rezi-d.htm
2005.09.01
Wibbelstetz. De Kopp voll Dröhm
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2005/09/cd-rezension-wibbelstetz-de-kopp-voll.html bzw. http://tinyurl.com/75mpc
2005.09.23
Woltähr. Trier night & day. bonus tracks 2001 – 2005
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/02/cd-rezension-wolthr-trier-night-day.html bzw. http://tinyurl.com/9ype6
2006.02.09
Woltähr. Trierer Venus
Woltähr. Trier by night
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2004/07/cd-rezension-wolthr-trierer-venus.html bzw. http://tinyurl.com/axchx
und
http://www.folkig.de/reviews/woltaehr.php3
2004.07.26


Weitere musikjournalistische Texte

Aus nach über 15 Jahren? Bonner Folktreff. Ein persönlicher Nachruf.
In: Folker! 03.2004, S. 34.
Zum Teil online unter http://www.folker.de/menu/index.htm

„I won’t stop singig“. Geraldine MacGowan. Eine irische Sängerin und ihr Verhältnis zu Deutschland. In: Folker! 05.2005, S. 20f..
Zum Teil online unter http://www.folker.de/200505/05geraldinemacgowan.htm

Musikalischer Zuckerhut beim Länderschwerpunkt. 15 Jahre Tanz&Folkfest Rudolstadt. 65.000 Zuschauer: Zum Jubiläum ein Rekord. (Mit Jürgen Brehme, Markus Dehm und Claudia Frenzel). In: Folker! 05.2005, S. 71-74, (mein Beitrag S. 74 ab: Wo ist der Folk in der Ruth?).

„Du bist da und denkst an nichts außer, Freude zu verbreiten.“ Le Clou. 30 Jahre Cajun Swamp Groove aus Bonn. In : Folker ! 02.2006, S. 36f.
Zum Teil online unter http://www.folker.de/200602/09clou.htm